16 Brän­de in ei­nem Jahr be­wäl­tigt

Sturm bis Was­ser­rohr­brü­che: Viel Ar­beit für Kie­sel­bron­ner Feu­er­wehr / Eh­rung für Her­bert Wolf

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Mar­tin Schott

Kie­sel­bronn. Was die Zahl der Ein­sät­ze be­trifft, ragt das Jahr 2016 in der lang­jäh­ri­gen Sta­tis­tik der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Kie­sel­bronn deut­lich her­aus. Muss­te die Wehr im Vor­jahr 15-mal zu Lösch­ein­sät­zen und an­de­ren Hil­fe­leis­tun­gen aus­rü­cken und im Jahr 2014 gar „nur“14-mal, so gab es im Jahr 2016 al­lein 16 Brän­de, die die Feu­er­wehr be­kämp­fen muss­te. Da­zu ka­men zehn Fäl­le von Hil­fe­leis­tun­gen, so bei Sturm­schä­den, Ga­s­aus­tritt und Was­ser­rohr­bruch.

Die gut ge­schul­te Ein­satz­mann­schaft um Kom­man­dant Mat­thi­as Pop­pe und Stell­ver­tre­ter Fe­lix Rei­mer konn­te al­le 26 Ein­sät­ze gut be­wäl­ti­gen.

„Vie­len Dank für Ih­re Ein­sät­ze für un­ser Ge­mein­we­sen. Durch Ihr En­ga­ge­ment ma­chen Sie Kie­sel­bronn ein we­sent­li­ches Stück si­che­rer“, wür­dig­te Kie­sel­bronns Bür­ger­meis­ter Hei­ko Fa­ber in der Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Feu­er­wehr. Die fin­det tra­di­tio­nell An­fang De­zem­ber statt, da das Kie­sel­bron­ner „Feu­er­wehr­jahr“vom Ka­len­der­jahr ab­weicht und von De­zem­ber bis No­vem­ber läuft. Är­ger­lich und nicht zu ver­ste­hen ist die un­ver­ant­wort­li­che Hand­lungs­wei­se ei­nes oder meh­re­rer Un­be­kann­ter, die zu gleich meh­re­ren Lösch­ein­sät­zen ge­führt hat: Wie­der­holt wur­de auf dem Kie­sel­bron­ner Häck­sel­platz hei­ße Gril­la­sche ent­sorgt, was die ge­la­ger­ten Pflan­zen­res­te in Brand ge­ra­ten ließ. Ein­mal wur­de die Asche so­gar am Rand des Bühl­wal­des ab­ge­legt. Nur knapp konn­te durch die Feu­er­wehr ein ge­fähr­li­cher Wald­brand ver­hin­dert wer­den. Per­so­nell so­li­de auf­ge­stellt ist die Ein­satz­mann­schaft, die sich in den ver­gan­gen vier Jah­ren von 31 auf 38 Män­ner und Frau­en ver­stärkt hat, so die Zah­len von Schrift­füh­rer Ma­nu­el Breusch. So­li­de Fi­nan­zen leg­te Kas­sier To­bi­as Her­wig vor. In 19 Übungs­diens­ten und wei­te­ren sechs Son­der­diens­ten, dar­un­ter ei­ne In­ten­si­v­übung mit dem Kie­sel­bron­ner Orts­ver­ein des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes, be­rei­te­te sich die Ein­satz­mann­schaft auf den Ernst­fall vor. Ganz wich­tig für die Nach­wuchs­ge­win­nung ist die 14-köp­fi­ge Ju­gend­mann­schaft, de­ren Spre­cher Va­len­tin Ruf von ei­nem glei­cher­ma­ßen ak­ti­ven wie er­folg­rei­chen Jahr be­rich­ten konn­te.

Nicht we­ni­ger re­ge ist die Ka­me­rad­schafts­pfle­ge in der Al­ters­ab­tei­lung, der Richard Schmidt vor­steht. Be­mer­kens­wert ist da­bei der le­ben­di­ge Aus­tausch zwi­schen den Äl­te­ren und den jun­gen Ka­me­ra­den, auch beim Stamm­tisch im „Feu­er­wehr­st­üb­le“. Für ihr dies­be­züg­li­ches En­ga­ge­ment wur­den Richard Schmidt und der frü­he­re stell­ver­tre­ten­de Kom­man­dant Tho­mas Kut­sche­ra ge­wür­digt und er­hiel­ten von Pop­pe und Rei­mer ei­nen von Ma­rie Wünsch ge­fer­tig­ten „Feu­er­wehr­ad­vents­kranz“aus ei­nem aus­ge­mus­ter­ten Lösch­schlauch über­reicht.

Die Ver­samm­lung ge­dach­te des im Au­gust 2016 im Al­ter von 87 Jah­ren ver­stor­be­nen Adolf Link. Der Feu­er­wehr­ka­me­rad aus der Al­ters­ab­tei­lung war im April 1946 der Wehr bei­ge­tre­ten und hät­te in der Haupt­ver­samm­lung für sei­ne 70-jäh­ri­ge Mit­glied­schaft aus­ge­zeich­net wer­den sol­len. Für 60 Jah­re Mit­glied­schaft in der Wehr, da­von über vier Jahr­zehn­te in der Ein­satz­mann­schaft, wur­de Al­ters­ka­me­rad Her­bert Wolf (78) ge­ehrt.

Aus den Hän­den des stell­ver­tre­ten­den Kreis­brand­meis­ters Micha­el Sz­o­bries er­hielt Feu­er­wehr­ka­me­rad Bernd Jer­ge das „Feu­er­weh­rEh­ren­zei­chen des Lan­des Ba­denWürt­tem­berg in Sil­ber“für sein be­reits 25-jäh­ri­ges eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment in der Wehr. Ge­wür­digt wur­de auch Ka­me­rad Sven Breusch, der lan­ge in Kie­sel­bronn tä­tig war, jetzt aber in ers­ter Li­nie in der Wehr in Öschel­bronn ak­tiv ist. Er er­hält dort das Feu­er­wehr-Eh­ren­zei­chen des Lan­des über­reicht. Viel Bei­fall er­hielt Mar­kus Ha­ber­stroh, der Vor­sit­zen­de des Feu­er­wehr­ver­ban­des des Enz­krei­ses, der in sei­nem lei­den­schaft­li­chen Gruß­wort die Be­son­der­hei­ten des Eh­ren­am­tes in der Feu­er­wehr ver­deut­lich­te.

Hei­ße Gril­la­sche löst fast Wald­brand aus

DIE KIE­SEL­BRON­NER WEHR wur­de für be­son­de­ren Ein­satz aus­ge­zeich­net. Von links: Micha­el Sz­o­bries (Vi­ze-Kreis­brand­meis­ter), Mar­kus Ha­ber­stroh (Vor­sit­zen­der des Feu­er­wehr­ver­ban­des), Bür­ger­meis­ter Hei­ko Fa­ber, Joa­chim Kil­lin­ger, Kom­man­dant Mat­thi­as Pop­pe, Ro­ger Arm­brus­ter, To­bi­as Her­wig, Sven Breusch, Chris­toph Her­wig, Bernd Jer­ge, Her­bert Wolf, Re­bec­ca Jer­ge, Chris­ti­an Kil­lin­ger, Chris­ti­an Kut­sche­ra, Flo­ri­an Jer­ge, To­bi­as Ries­ter, Ma­xi­mi­li­an Jost, Ma­nu­el Breusch, Fe­lix Rei­mer, Patrick Schrö­er, Mar­co Jer­ge, An­dré Gloss und Wolf­gang Löff­ler. Fo­to: msch

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