Mi­nus im Etat

Kö­nigs­bach-St­ein mit Ge­winn bei Was­ser­ver­sor­gung

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Kö­nigs­bach-St­ein (ufa). Wie Ge­mein­de­käm­me­rer Man­fred Schlei­cher in der Ge­mein­de­rats­sit­zung im St­ei­ner Bür­ger­saal dar­leg­te, schließt die Jah­res­rech­nung der Ge­mein­de für das Haus­halts­jahr 2015 im Ver­wal­tungs­haus­halt in Ein­nah­men und Aus­ga­ben mit 23,9 Mil­lio­nen Eu­ro. Im Ver­mö­gens­haus­halt er­ge­ben sich Ein­nah­men von 2,2 Mil­lio­nen und Aus­ga­ben von rund 4,8 Mil­lio­nen Eu­ro. Der Fehl­be­trag von 2,5 Mil­lio­nen wird der All­ge­mei­nen Rück­la­ge ent­nom­men. De­ren Be­stand be­trägt nun rund 1,7 Mil­lio­nen Eu­ro.

Der Schul­den­stand der Ge­mein­de zum 31. De­zem­ber 2015: 3,7 Mil­lio­nen Eu­ro. Das ent­spricht bei 9 813 Ein­woh­nern ei­nem Be­trag von 381,57 Eu­ro pro Ein­woh­ner. Die Zu­füh­rung des Ver­wal­tungs­haus­halts an den Ver­mö­gens­haus­halt (In­ves­ti­ti­ons­ra­te) be­läuft sich auf rund 1,3 Mil­lio­nen Eu­ro und liegt um 859 000 Eu­ro un­ter dem Vor­jah­res­er­geb­nis. Der Plan­an­satz 2015 (523 000 Eu­ro) wur­de um 788 000 Eu­ro über­schrit­ten. Die Zu­füh­rungs­ra­te ent­spricht ei­nem An­teil am Ein­nah­me­soll des Ver­wal­tungs­haus­halts von fast 5,5 Pro­zent, das heißt, ei­nem Be­trag von 133,678 Eu­ro pro Ein­woh­ner. Be­rei­nigt um die or­dent­li­chen Til­gun­gen und Kre­dit­be­schaf­fungs­kos­ten be­trägt die In­ves­ti­ti­ons­ra­te 980 184 Eu­ro oder 99,9 Eu­ro pro Ein­woh­ner (2014: 187,93 Eu­ro). Der Ei­gen­be­trieb Was­ser­ver­sor­gung er­ziel­te ei­nen Jah­res­ge­winn von 26 206 Eu­ro (Vor­jahr: ein Mi­nus von 90 958 Eu­ro).

Ur­sa­che für die er­heb­li­che Er­geb­nis­ver­bes­se­rung wa­ren men­gen­be­ding­te, er­höh­te Er­lö­se aus dem Was­ser­ver­kauf bei ei­nem wei­ter­hin ho­hen Ma­te­ri­al­auf­wand. Zum 1. Ja­nu­ar 2015 wur­den die Ver­brauchs­ge­büh­ren von 1,85 Eu­ro pro Ku­bik­me­ter auf 1,98 Eu­ro an­ge­ho­ben. Zu­sätz­lich wur­de die nach Zäh­ler­grö­ße ge­staf­fel­te Grund­ge­bühr er­höht. Der Jah­res­ge­winn wird vor­ge­tra­gen. Der rest­li­che Ge­winn­vor­trag aus 2011 be­trägt knapp 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Hö­he der In­ves­ti­tio­nen lag 2015 bei 425 000 Eu­ro. Die Ver­bind­lich­kei­ten ge­gen­über Kre­dit­in­sti­tu­ten be­tra­gen rund 1,2 Mil­lio­nen Eu­ro, ge­gen­über der Ge­mein­de knapp 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro. In Ak­ti­va und Pas­si­va schließt die Bilanz der Was­ser­ver­sor­gung mit rund 7,4 Mil­lio­nen Eu­ro ab. Die Fest­stel­lung der bei­den Jah­res­rech­nun­gen er­folg­te ein­stim­mig. Bür­ger­meis­ter Hei­ko Genth­ner dank­te dem Käm­me­rer und un­ter­strich: „Es ist sehr wich­tig, dass die­ser Be­reich in gu­ten Hän­den ist.“

Ums Was­ser ging es auch bei der Bür­ger­fra­ge­stun­de zu Be­ginn der Sit­zung. Erich Rie­ger aus St­ein macht sich gro­ße Sor­gen um Hoch­was­ser im Os­ten von St­ein. Rund ei­ne Vier­tel­stun­de lang trug er sei­ne sechs Fra­gen und Vor­schlä­ge zu die­sem The­ma vor und über­gab sei­ne Un­ter­la­gen an­schlie­ßend an Genth­ner. Ei­ne Ant­wort wol­le er nicht so­fort, son­dern schrift­lich. Der Schul­tes wies dar­auf hin, dass er kürz­lich Rie­ger ein­ge­la­den ha­be, sei­ne An­re­gun­gen im Rat­haus vor­zu­tra­gen, da­mit sie an die Ex­per­ten wei­ter­ge­lei­tet wer­den kön­nen. „Das ha­ben Sie nicht ge­macht.“Rie­ger „ver­langt“jetzt von Ge­mein­de und Ge­mein­de­rat, dass sein Vor­schlag von neu­tra­len Fach­leu­ten ge­prüft wird. Das be­auf­trag­te Bü­ro hal­te er für nicht neu­tral, da es ja „sehr viel Geld“mit der Pla­nung ver­die­ne.

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