Ver­bun­den mit Na­tur und Tra­di­ti­on

St­ei­ner Land­frau­en fei­ern 50-jäh­ri­ges Be­ste­hen mit bun­tem Pro­gramm

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS / WETTER -

Kö­nigs­bach-St­ein (rol). Es gab viel gu­te Mu­sik, lau­ni­ge Sket­che, un­ter­halt­sa­me Spie­le, amü­sant vor­ge­tra­ge­ne Ge­dich­te und je­de Men­ge zu er­zäh­len. Wenn die St­ei­ner Land­frau­en ihr 50-jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­ern, dann rich­tig. Den Gäs­ten – un­ter ih­nen Ver­tre­ter der Ge­mein­de, der Kir­chen und be­freun­de­ter Ver­ei­ne – ge­fiel das bun­te Pro­gramm, das die Land­frau­en um ih­re Vor­sit­zen­de Han­ne­lies Möss­ner im ört­li­chen Feu­er­wehr­haus vor­be­rei­tet hat­ten. Im März 1966 war der Ver­ein von 16 Frau­en ge­grün­det wor­den, aber „die Wachs­tums­ra­te war der Wirt­schafts­wun­der­zeit wür­dig“, wie An­ne­ma­rie Schöll­kopf fest­stell­te. Die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de er­in­ner­te an die be­weg­te Ge­schich­te des Ver­eins, der schon ein Jahr nach sei­ner Grün­dung sei­ne Mit­glie­der­zahl mehr als ver­dop­peln konn­te. Sei­nen Mit­glie­dern hat er bis heu­te al­ler­hand zu bie­ten: ge­sel­li­ge Run­den, Aus­flü­ge, Gym­nas­tik, Ba­s­tel­aben­de und Spie­le­nach­mit­ta­ge. Sie ko­chen zu­sam­men, neh­men am Dorf­fest teil, wir­ken beim Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm mit und ha­ben ei­nen Stand auf dem Weih­nachts­markt. „Uns eint die Ver­bun­den­heit mit Land, Na­tur und Tra­di­ti­on, Freu­de an Ab­wechs­lung zum All­tag und die Neu­gier dar­auf, Neu­es zu er­fah­ren und aus­zu­pro­bie­ren“, sag­te Schöll­kopf. Es ge­be nicht vie­le Ver­ei­ne, die auf ei­ne so lan­ge und gleich­blei­bend er­folg­rei­che Ge­schich­te zu­rück­bli­cken kön­nen, be­fand Bür­ger­meis­ter Hei­ko Genth­ner. „Ih­re Ak­ti­vi­tä­ten sind aus un­se­rer Ge­mein­de nicht mehr weg­zu­den­ken.“Oft wür­den sich die Men­schen ganz be­wusst für ein Le­ben auf dem Land ent­schei­den, denn „Land­le­ben hat ei­ne neue Wer­tig­keit ge­won­nen.“Genth­ner lob­te die viel­fäl­ti­gen Ak­ti­vi­tä­ten, die der Ver­ein or­ga­ni­siert und be­ton­te: „So viel auf die Bei­ne zu stel­len, das setzt gro­ßes En­ga­ge­ment vor­aus.“Glück­wün­sche ka­men auch von Anne Her­ter vom Land­wirt­schafts­amt des Enz­krei­ses, die auch im Na­men von Land­rat Karl Rö­ckin­ger sprach. Sie lob­te die Ar­beit der Land­frau­en, die zum Zu­sam­men­halt in den Ge­mein­den bei­trü­gen. „Wir sind Po­wer­frau­en und le­ben auf dem Land“, brach­te es El­len An­ger­mai­er auf den Punkt. Die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Land­frau­en im Enz­kreis lob­te, dass es ih­rem Ver­ein trotz der Er­run­gen­schaf­ten des Com­pu­ter­zeit­al­ters im­mer ge­lun­gen sei, für ein gu­tes Mit­ein­an­der zu sor­gen. Wie al­le an­de­ren Red­ner an die­sem Abend war auch sie voll des Lo­bes für die Mo­den­schau, bei der sich die St­ei­ner Land­frau­en je­des Jahr auf den Lauf­steg wa­gen. Kom­men­tiert wird das Spek­ta­kel von Ernst Fuchs, der bei der Ju­bi­lä­ums­fei­er die Glück­wün­sche der St­ei­ner Ver­ei­ne über­brach­te, nach­dem er lä­chelnd fest­ge­stellt hat­te: „Auch heu­te sind nicht viel mehr Män­ner da als bei der Mo­den­schau.“An­schlie­ßend wur­den Sket­che übers Ver­liebt­sein vor­ge­tra­gen, Lie­der ge­sun­gen, Ge­dich­te ge­hört, Prei­se ab­ge­staubt und für schmis­si­ge Mu­sik sorg­te Theo am Key­board.

SEI­NE GLÜCK­WÜN­SCHE über­brach­te Bür­ger­meis­ter Hei­ko Genth­ner (von links) An­ne­ma­rie Schöll­kopf, In­ge Klotz, Han­ne­lies Möss­ner, der Land­frau­en-Vi­ze­vor­sit­zen­den El­len An­ger­mai­er und Anne Her­ter (von links). Rechts Pfar­re­rin Ger­trud Diek­mey­er. Fo­to: Rol­ler

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