Er­folg für Kon­zer­ne

Ver­fas­sungs­ge­richt: Ent­schä­di­gung für Atom­aus­stieg

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE -

Karls­ru­he (BNN/dpa). Die Ener­gie­kon­zer­ne sol­len we­gen des be­schleu­nig­ten Atom­aus­stiegs nach der Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe von Fu­kus­hi­ma 2011 ei­ne „an­ge­mes­se­ne“Ent­schä­di­gung be­kom­men. Dies stell­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVG) nach Kla­gen von Eon, RWE und Vat­ten­fall ges­tern in Karls­ru­he fest. Laut Ur­teil wur­den die Un­ter­neh­men durch die po­li­ti­sche Kehrt­wen­de vor fünf Jah­ren zwar nicht ent­eig­net, ein­zel­ne Vor­schrif­ten sind aber mit der Ei­gen­tums­frei­heit un­ver­ein­bar. Syl­via Kot­ting-Uhl be­wer­te­te das Ur­teil grund­sätz­lich po­si­tiv. „Das Ver­fas­sungs­ge­richt hat den Atom­aus­stieg im We­sent­li­chen be­stä­tigt“, sag­te die atom­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen. Die nö­ti­gen Kor­rek­tu­ren müss­ten jetzt oh­ne neue Kon­zern­ge­schen­ke er­fol­gen. Der Ener­gie­kon­zern EnBW be­ton­te ge­gen­über den BNN, dass die vom BVG ge­trof­fe­nen Fest­stel­lun­gen auch für die EnBW gäl­ten, ob­wohl man auf­grund feh­len­der Grund­rechts­fä­hig­keit selbst kei­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de er­he­ben konn­te. Kommentar, Sei­te 3

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