Ver­söhn­li­che Si­gna­le in Wi­en

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Wi­en (dpa). Ös­ter­reichs neu ge­wähl­ter Prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len sen­det ver­söhn­li­che Si­gna­le an sei­ne po­li­ti­schen Geg­ner. Er wol­le den An­hän­gern des FPÖ-Kan­di­da­ten Nor­bert Ho­fer die Hand rei­chen, sag­te der 72 Jah­re al­te Wirt­schafts­pro­fes­sor ges­tern in sei­nem ers­ten län­ge­ren State­ment nach der Wahl. Es ge­he dar­um, et­wai­ge Grä­ben zwi­schen den bei­den La­gern zu schlie­ßen. „Das Wah­l­er­geb­nis zeigt, dass sich vie­le Men­schen in Ös­ter­reich ei­ne an­de­re Ge­sprächs­kul­tur wün­schen.“Er wol­le in sei­ner Amts­zeit für ei­nen kon­struk­ti­ven Dia­log ein­tre­ten. Im fast ein­jäh­ri­gen Wahl­kampf war es zu har­ten und teils stil­lo­sen Aus­ein­an­der­set­zun­gen ge­kom­men.

Der ehe­ma­li­ge Grü­nen-Chef kam nach dem ges­tern ver­kün­de­ten En­d­er­geb­nis auf 53,8 Pro­zent der Stim­men, die Hoch­rech­nun­gen gin­gen von 53,3 Pro­zent aus. Die Wahl­be­tei­li­gung lag bei 74,2 Pro­zent und da­mit ent­ge­gen al­len Pro­gno­sen hö­her als im Mai. Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck hat dem 72-jäh­ri­gen Sie­ger gra­tu­liert. „Als über­zeug­ter Eu­ro­pä­er wer­den Sie für Deutsch­land ein wich­ti­ger Part­ner in bi­la­te­ra­len wie in eu­ro­päi­schen Fra­gen sein.“

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