Wich­tig für die Fahn­dung

Er­mitt­ler for­dern ei­ne brei­te­re DNA-Aus­wer­tung

Pforzheimer Kurier - - DER FALL FREIBURG -

Nach der Fest­nah­me ei­nes 17-Jäh­ri­gen im Fall der ge­tö­te­ten Frei­bur­ger Stu­den­tin wird der Ruf nach ei­ner um­fas­sen­de­ren Aus­wer­tung von DNASpu­ren lau­ter. Bei der Tä­ter­su­che in die­sem Fall hät­te das mas­siv ge­hol­fen, sag­te der Frei­bur­ger Po­li­zei­prä­si­dent Bern­hard Rot­zin­ger der „Ba­di­schen Zei­tung“. „Wir hät­ten we­sent­lich kon­zen­trier­ter die Er­mitt­lun­gen vor­an­trei­ben kön­nen.“

Bis­lang darf DNA, die an ei­nem Tat­ort ge­fun­den wird und wahr­schein­lich vom Tä­ter stammt, laut Ge­setz nicht auf Merk­ma­le wie Au­gen-, Haar- oder Haut­far­be ana­ly­siert wer­den, auch wenn sich da­mit die Su­che ein­gren­zen lie­ße. Ba­den-Würt­tem­bergs Jus­tiz­mi­nis­ter Gui­do Wolf (CDU) hat­te be­reits vor der Fest­nah­me mehr Mög­lich­kei­ten bei der Aus­wer­tung von DNA-Spu­ren ge­for­dert und ei­ne ent­spre­chen­de Initia­ti­ve an­ge­kün­digt.

Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Heiko Maas (SPD) zeig­te sich of­fen für ei­ne Dis­kus­si­on dar­über. Los­ge­löst vom kon­kre­ten Ein­zel­fall be­ob­ach­te sein Mi­nis­te­ri­um wis­sen­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen sehr ge­nau und prü­fe in­so­fern auch, ob es ge­setz­ge­be­ri­schen Hand­lungs­be­darf ge­be, teil­te er ges­tern mit. Es sei sinn­voll, das The­ma auf der nächs­ten Jus­tiz­mi­nis­ter­kon­fe­renz zu the­ma­ti­sie­ren. Jür­gen Ruf/Micha­el Kief­fer

DIE ANA­LY­SE VON DNA-SPU­REN wird im­mer wich­ti­ger. Bis­lang dür­fen sie je­doch nicht auf Merk­ma­le wie Haar- oder Haut­far­be un­ter­sucht wer­den. Fo­to: dpa

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