Kopf­sa­che

Kwas­ni­ok hat beim KSC den men­ta­len Aspekt im Blick

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ger­hard Wolff

Karls­ru­he. Die Käl­te hat­te den Wild­park auch ges­tern wie­der in ih­rem ei­si­gen Griff. Lu­kas Kwas­ni­ok war den­noch warm ums Fuß­bal­ler­herz nach ei­ner „po­si­tiv hit­zi­gen Ein­heit“, wie er nach sei­nem zwei­ten Trai­ning als In­te­rims­coach des Karls­ru­her SC zu­frie­den fest­stell­te. Ein „ho­hes Tem­po“hat­te Kwas­ni­ok ge­se­hen, und Zweit­li­ga­pro­fis, die „kör­per­lich und geis­tig am Li­mit agie­ren muss­ten“. Mit „gu­tem Ge­fühl“sei es zu­rück in die war­me Ka­bi­ne ge­gan­gen. Vor dem Spiel am Frei­tag (18.30 Uhr) beim Ta­bel­len­sieb­ten Dy­na­mo Dres­den kris­tal­li­sie­ren sich beim ei­gent­li­chen U-19-Coach der Blau-Wei­ßen auch ers­te „Ten­den­zen“her­aus, wel­ches Per­so­nal bei dem schwe­ren Aus­wärts­spiel da­für sor­gen soll, dass man beim KSC auch mit ei­nem gu­ten oder zu­min­dest bes­se­ren Ge­fühl in die letz­te Wo­che vor der Weih­nachts­pau­se ge­hen kann.

Be­nen­nen moch­te Kwas­ni­ok die Trends noch nicht. Chan­cen dür­fen sich na­tur­ge­mäß wohl auch die wie­der aus­rech­nen, die un­ter dem am Sonn­tag be­ur­laub­ten To­mas Oral we­ni­ger Be­ach­tung ge­fun­den ha­ben. „Bei Null geht es aber nicht los. Ich ha­be der Mann­schaft klar kom­mu­ni­ziert, dass auch ich Ein­drü­cke ge­won­nen ha­be von den bis­he­ri­gen Auf­trit­ten“, sagt der 35-Jäh­ri­ge, der den Ta­bel­len­dritt­letz­ten KSC in Dres­den und zu­hau­se ge­gen Ein­tracht Braun­schweig auf- und ein­stel­len wird.

Mit Mut und Über­zeu­gung sol­le das Team dann auf­tre­ten, wünscht sich Kwas­ni­ok, der ei­nen gu­ten Ein­druck von der Mann­schaft ge­won­nen hat: „Die Jungs sind in ei­nem sehr gu­ten Zu­stand“. Weil sich das zu sel­ten po­si­tiv bei den Spie­len auf dem Platz ge­zeigt hat, setzt Kwas­ni­ok bei sei­nem Kri­sen­ein­satz nicht zu­letzt auf men­ta­le Aspek­te: „An den Kopf müs­sen wir ran.“Ba­sis der Ar­beit sei Ver­trau­en, „wir müs­sen uns als Men­schen be­geg­nen“, be­tont Kwas­ni­ok, dem einst nach sei­nem Wech­sel vom Wild­park zu Ar­mi­nia Bie­le­feld Zweit­li­ga-Ein­sät­ze als Spie­ler ver­sagt ge­blie­ben wa­ren. Die­se be­kommt er nun als Trai­ner. Da­bei will er tun­lichst ver­mei­den, neue Be­kannt­schaf­ten am Spiel­feld­rand zu schlie­ßen. Die Ge­fahr, im Vier­ten Of­fi­zi­el­len ei­nen „per­sön­li­chen Freund“zu fin­den, sieht der im­pul­si­ve Trai­ner je­den­falls selbst. Doch Kwas­ni­ok hat vor­ge­sorgt. „Zwei ver­trau­te Men­schen auf der Bank wer­den mich im Fall der Fäl­le mit kri­ti­schen Bli­cken be­den­ken“, ver­rät der In­te­rims­coach.

Ers­te „Ten­den­zen“beim Per­so­nal für Dres­den

Fo­to: GES

MIT ELAN BEI DER AR­BEIT: In­te­rims­trai­ner Lu­kas Kwas­ni­ok be­rei­tet die Pro­fis des Karls­ru­her SC auf die Aus­wärts­auf­ga­be in Dres­den vor.

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