Aus­ru­fe­zei­chen am Kap

Tisch­ten­nis-Ta­lent Wolf über­zeugt bei den Ju­gend-Welt­meis­ter­schaf­ten

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Mar­co St­ein­bren­ner

Kap­stadt/Kämp­fel­bach. Wenn Jen­nie Wolf am Don­ners­tag von den Ju­gen­dWelt­meis­ter­schaf­ten aus Kap­stadt in die Hei­mat fliegt, fehlt im Hand­ge­päck des Tisch­ten­nis-Nach­wuchs­ta­l­ents aus Er­sin­gen ei­ne Me­dail­le. Die Ent­täu­schung, bei ih­rer zwei­ten WM-Teil­nah­me nicht auf dem Sie­ger­po­dest ge­lan­det zu sein, hielt sich al­ler­dings in Gren­zen. „Die Kon­kur­renz aus Asi­en war wie­der ein­mal sehr stark. Ich bin mit mei­nen Leis­tun­gen trotz­dem ab­so­lut zu­frie­den“, re­sü­mier­te die 17-Jäh­ri­ge.

Als ein­zi­ge der vier ge­star­te­ten Mäd­chen des Deut­schen Tisch­ten­nis-Bun­des (DTTB) ge­lang es Wolf, in die zwei­te Ein­zel-Haupt­run­de ein­zu­zie­hen. Nach ei­nem Sieg und ei­ner Nie­der­la­ge in der Grup­pen­pha­se sorg­te die Bun­des­li­ga­spie­le­rin des TV Bu­sen­bach zu Be­ginn der End­run­de für ein gro­ßes Aus­ru­fe­zei­chen. Ge­gen die in der U-18-Welt­rang­lis­te um 65 Po­si­tio­nen bes­ser plat­zier­te Kang Daye­on (Ko­rea) gab es ei­nen 4:2(11:6, 11:13, 11:5, 8:11, 13:11, 11:7)-Sieg. „Ich ha­be sehr gut ge­spielt“, strahl­te Wolf und er­hielt Zu­stim­mung von Bun­des­trai­ne­rin Da­na We­ber (Hass­loch). „Jen­nie hät­te die Par­tie so­gar noch deut­li­cher ge­win­nen kön­nen.“Für das Du­ell mit Da­ria Chern­oray (Russ­land) trau­te We­ber ih­rem Schütz­ling „gu­te Chan­cen zu, das Ach­tel­fi­na­le zu er­rei­chen“. Doch da­zu kam es nicht, denn Wolf kas­sier­te ei­ne 1:4-Nie­der­la­ge. „Mei­ne Geg­ne­rin be­stimm­te die Par­tie und ich fand über­haupt nicht ins Spiel.“

Im Mi­xed-Wett­be­werb an der Sei­te von Da­nie­le Pin­to (Ita­li­en) reich­te es da­ge­gen zum Sprung un­ter die letz­ten 16. Zu mehr al­ler­dings nicht, denn Yu­ki Mats­u­yama/Hi­na Ha­ya­ta (Ja­pan) er­wie­sen sich bei der 2:11, 8:11 so­wie 5:11-Nie­der­la­ge als ei­ne Num­mer zu groß. „Lei­der konn­ten wir nicht an die Leis­tun­gen aus den ers­ten drei Par­ti­en an­knüp­fen“, ha­der­te Wolf, die mit dem ers­ten Auf­tritt an der Sei­te von Pin­to je­doch trotz­dem „sehr, sehr zu­frie­den“war. We­ni­ger er­folg­reich ver­lief die Dop­pel-Kon­kur­renz. Mit Ca­ro­li­ne Ha­jok (MTV Tostedt) kam nach ei­nem Frei­los ge­gen Da­ria Chern­oray/Ma­ria Ma­la­ni­na (Russ­land) nach fünf Durch­gän­gen das Aus.

ALS EIN­ZI­GE DEUT­SCHE STARTERIN ge­lang Jen­nie Wolf, hier ein Ar­chiv­bild von der Ju­gend-EM 2016 in Zagreb, bei den Welt­meis­ter­schaf­ten in Süd­afri­ka der Ein­zug in die zwei­te Ein­zel-Haupt­run­de. Fo­to: St­ein­bren­ner

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