We­ni­ger Geld für ex­ter­ne Be­ra­ter

Ers­te Ein­spa­rung bei Haus­halts­be­ra­tung trifft die pro­fes­sio­nel­le Be­glei­tung der Haus­halts­struk­tur­kom­mis­si­on

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ro­land Wei­sen­bur­ger

In 18 Ta­gen ist Weih­nach­ten. Die­ser Satz hat zu­min­dest ges­tern noch ge­stimmt, als ein ziem­lich ent­nerv­ter Ober­bür­ger­meis­ter wäh­rend der Haus­halts­be­ra­tun­gen rief: „Wenn wir so wei­ter­ma­chen, sind wir in 18 Ta­gen noch nicht durch.“Am En­de des gest­ri­gen Sit­zungs­ta­ges war der ers­te von acht Ein­zel­plä­nen be­spro­chen, 199 von 1 272 Sei­ten ab­ge­ar­bei­tet und et­wa 300 000 Eu­ro aus dem Ver­wal­tungs­vor­schlag ge­stri­chen.

In­ter­es­san­ter­wei­se war es ein An­trag der Frak­ti­on „Die Lin­ke“, der ei­ne ers­te Mehr­heit für Kür­zun­gen zu­sam­men­brach­te – und zwar bei den Kos­ten für ei­ne ex­ter­ne Be­ra­tung der Haus­halts­struk­tur­kom­mis­si­on. Micha­el Schwarz (Freie Wäh­ler) hat­te zu­nächst be­an­tragt, die an­ge­setz­ten 500 000 Eu­ro für Ex­per­ten­hil­fe ganz zu strei­chen. Er schei­ter­te, aber für die Idee Sp­ohns, sich bei der Hälf­te zu tref­fen, fand sich ei­ne Mehr­heit. Erst kürz­lich hat­te die CDU noch be­tont, wich­tig sei ein gu­tes Er­geb­nis die­ser struk­tu­rel­len Haus­halts­über­ar­bei­tung. Und dies sol­le nicht am Geld schei­tern. Die stimm­te er­war­tungs­ge­mäß ge­gen den Sp­ohn-An­trag.

Un­mit­tel­bar nach der Ent­schei­dung schlug aber Frak­ti­ons­spre­cher Flo­ren­tin Gold­mann vor, das ein­ge­spar­te Geld doch für den CDU-Vor­schlag für mehr „Si­cher­heit und Sau­ber­keit“aus­zu­ge­ben. Hef­tig um­strit­ten wa­ren in der Fol­ge Kos­ten für Com­pu­ter­aus­stat­tun­gen, Ko­pier­kos­ten und das Geld für städ­ti­sche Te­le­fon­bü­cher. Hier konn­te sich die Ver­wal­tung je­des Mal mit ih­ren Pla­nun­gen durch­set­zen.

Auch Pla­nungs­kos­ten von je­weils 200 000 Eu­ro für die Jo­han­na-Wit­tumSchu­le, die Kon­rad-Ade­nau­er-Schu­le und das Reuch­lin-Gym­na­si­um fan­den das Pla­zet des Fi­nanz­aus­schus­ses. Mit die­sem Geld will man er­grün­den, ob sich ei­ne Ge­ne­ral­sa­nie­rung der Ge­bäu­de ren­tiert oder ob man lie­ber an ei­nen Neu­bau den­ken soll­te. Bau­bür­ger­meis­te­rin Si­byl­le Schüs­s­ler wur­de in die­sem Zu­sam­men­hang al­ler­dings auf­ge­tra­gen, zu prü­fen, ob es sinn­voll sei, erst noch 350 000 Eu­ro für ei­ne Lüf­tung in der Jo­han­na-Wit­tum-Schu­le aus­zu­ge­ben und an­schlie­ßend zu prü­fen, ob man das Ge­bäu­de lie­ber ab­reißt.

Drin­gend ge­sucht wird ein neu­er Stand­ort fürs städ­ti­sche Re­chen­zen­trum. Die rund ei­ne Mil­li­on Eu­ro für die Ser­ver wur­den durch­ge­wun­ken. Un­klar ist aber, wo die bald schon ste­hen sol­len. Im Neu­en Rat­haus ist es nach An­ga­ben der Stadt­ver­wal­tung im Som­mer deut­lich zu warm für die Ma­schi­nen. „Wir ha­ben hier der­zeit ei­nen Ener­gie­be­darf zur Küh­lung, der dem Ver­brauch von 216 Zwei-Per­so­nen-Haus­hal­ten ent­spricht“, so Bern­hard En­de­res, Lei­ter des Per­so­nal- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­am­tes. Ein­spa­run­gen nach ei­nem Um­zug kom­men aber frü­hes­tens dem nächs­ten Dop­pel­haus­halt zu­gu­te. Heu­te um 8.30 Uhr wer­den die Be­ra­tun­gen fort­ge­setzt.

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