Klei­ne Ge­sprä­che mit ho­hem Chan­cen­fak­tor

Rund 2 000 Be­su­cher bei X-Day der Hoch­schu­le

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFTSREGION - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Su­san­ne Roth

Pforz­heim. Da­ni­el Speth ist das ers­te Mal für sei­nen Ar­beit­ge­ber, ei­ne Frank­fur­ter Wirt­schafts­prü­fungs­an­stalt, auf dem Pforz­hei­mer Hoch­schul­cam­pus un­ter­wegs. Sei­ne Fir­ma in­des­sen hat­te den so­ge­nann­ten X-Day schon viel frü­her ent­deckt. Aus gu­tem Grund: Auch Da­ni­el Speth denkt, dass man bei der Fir­men­kon­takt­mes­se am bes­ten dem viel be­schwo­re­nen Fach­kräf­te­man­gel ent­ge­gen­wir­ken kann. „Hier ist man an der Qu­el­le“, sagt der Mann.

Qu­el­le be­deu­tet in dem Fall: nah an den Stu­die­ren­den mit ei­nem Wirt­schafts­fach, nah an den hoch­qua­li­fi­zier­ten Stu­die­ren­den ei­ner Hoch­schu­le, die an­schei­nend in ganz Deutsch­land für Fu­ro­re sorgt. Denn die Wirt­schafts­prü­fungs­an­stalt hat bei­lei­be nicht als ein­zi­ges Un­ter­neh­men aus die­sem Seg­ment ei­nen Stand im Foy­er. Schnell stellt Da­ni­el Speth fest: Der Platz wird eng.

Es sind ex­akt 74 Aus­stel­ler ge­kom­men, ist der Re­de von Rek­tor Ul­rich Jautz zur Er­öff­nung des Fir­men­kon­taktags zu ent­neh­men. Da­bei sind ne­ben Be­trie­ben aus der gan­zen Bun­des­re­pu­blik na­tür­lich auch re­gio­na­le und ört­li­che Un­ter­neh­men – von dem IT-Di­enst­leis­tungs­ge­wer­be über den Le­bens­mit­tel­han­del bis zur Au­to­mo­bil­zu­lie­fer­in­dus­trie. Die Stu­die­ren­den und Ab­sol­ven­ten brau­chen sich ih­ren Prak­ti­kums- oder künf­ti­gen Ar­beits­platz al­so ei­gent­lich nur noch wie ei­nen rei­fen Ap­fel vom Baum pflü­cken.

„Aus klei­nen Ge­sprä­chen kön­nen gro­ße Chan­cen ent­ste­hen“, sagt Clau­dia Ro­bitsch­ko, Vor­sit­zen­de der die Fir­men­kon­takt­mes­se or­ga­ni­sie­ren­den stu­den­ti­schen Initia­ti­ve „Cam­pus X“, über die Be­deu­tung des Er­eig­nis­ses. Da­zu wur­den ges­tern wie­der et­wa 2 000 Stu­die­ren­de er­war­tet. Be­reits kurz nach der Er­öff­nung wa­ren die Flu­re zwi­schen den Stän­den prop­pen­voll. Nach­voll­zieh­bar, dass der Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins, Mar­tin Wei­blen, die­se „Naht­stel­le von Stu­di­um und Be­ruf“als „Pa­ra­de­pferd“der Hoch­schu­le Pforz­heim be­zeich­net.

Rek­tor Ul­rich Jautz spricht von ei­nem Er­folgs­mo­dell und Aus­hän­ge­schild, das die Stu­die­ren­den so­wohl mit re­gio­na­len Fa­mi­li­en­be­trie­ben als auch welt­weit agie­ren­den Groß­kon­zer­nen zu­sam­men­bringt. Bei der 27. Mes­se die­ser Art kön­ne er sich die­se Aus­sa­ge er­lau­ben. Und es wun­dert auch nicht, dass es ei­ne War­te­lis­te gibt und das jähr­li­che Be­mü­hen, das Ka­rus­sell et­was wei­ter zu dre­hen.

Un­ter den „Neu­lin­gen“, so Jautz, sei die­ses Mal auch ein von Ab­sol­ven­ten und Stu­die­ren­den neu ge­grün­de­ter Ver­ein, der es sich zum Ziel ge­setzt ha­be, Start-up-Pro­jek­te pro­fes­sio­nell zu be­glei­ten. „Cam­pus X“ver­kauft zu­dem

„Ei­ne Naht­stel­le zwi­schen Stu­di­um und dem Be­ruf“

pas­send zu klir­ren­der Käl­te ge­brann­te Man­deln und Glüh­wein – der Er­lös fließt in die Kas­se der SJR-Street­wor­ker, die die Stu­die­ren­den­in­itia­ti­ve die­ses Jahr be­denkt bei ih­rem so­zia­len En­ga­ge­ment.

Ne­ben all den Stän­den mit den Tau­sen­den von In­for­ma­ti­ons­bro­schü­ren ist der X-Day auch gern ge­nutz­te Ge­le­gen­heit, um Fach­vor­trä­ge zu hö­ren. Ges­tern gab es bei­spiels­wei­se ei­ne Vor­le­sung über das „Was uns an­treibt“. Auch „E-Com­mer­ce“war ein The­ma. Au­ßer­dem konn­ten die Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher des X-Days die Be­wer­bungs­map­pe mit­brin­gen und sich Tipps da­zu ho­len, wie sie sich da­mit bes­ser prä­sen­tie­ren kön­nen.

Fo­to: Roth

DRANGVOLLE EN­GE herrsch­te ges­tern bei der 27. Fir­men­kon­takt­mes­se X-Day in der Hoch­schu­le Pforz­heim. Es wa­ren 74 Fir­men ge­kom­men, um auf sich auf­merk­sam zu ma­chen.

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