Eber­hard Fischer ver­lässt den Ge­mein­de­rat

„Dop­pel­be­las­tung Be­ruf und Eh­ren­amt wird zu groß“

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

pp. Ei­ner der en­ga­gier­tes­ten Karls­ru­her Stadt­rä­te tritt ab: Eber­hard Fischer (57), KAL-Stadt­rat und Mit­glied der Kult-Frak­ti­on, schei­det zum 15. Ja­nu­ar 2017 auf ei­ge­nen Wunsch aus dem Ge­mein­de­rat aus. Ihm nach­fol­gen soll Micha­el Haug (56). Der Ge­mein­de­rat wird sich in sei­ner Sit­zung am kom­men­den Di­ens­tag, 13. De­zem­ber, mit dem per­so­nel­len Wech­sel be­schäf­ti­gen.

KAL-Vor­sit­zen­der Micha­el Haug Nach­fol­ger?

Eber­hard Fischer, ge­bür­ti­ger Karls­ru­her, ge­hört dem Ge­mein­de­rat seit 1994 an. Für die Öf­fent­lich­keit kommt sein Ent­schluss, sich aus dem Stadt­par­la­ment zu­rück­zu­zie­hen, über­ra­schend. Mit der Kult-Frak­ti­on ha­be er sei­ne Ent­schei­dung schon vor ei­ni­gen Mo­na­ten be­spro­chen, sag­te der 57-Jäh­ri­ge auf An­fra­ge. Fischer, der In­ha­ber und Ge­schäfts­füh­rer ei­ner PR-Agen­tur ist, nennt als Grund für sei­nen Rück­tritt die stark ge­stie­ge­ne In­an­spruch­nah­me durch das Eh­ren­amt, die mit der har­ten be­ruf­li­chen Ar­beit im­mer schwe­rer in Ein­klang zu brin­gen sei. Fischer ist pro­mo­vier­ter Che­mi­ker mit Wei­ter­bil­dung zum Um­welt­jour­na­lis­ten. Sei­ne Pu­b­lic Re­la­ti­ons-Agen­tur hat er 1996 er­öff­net.

Fi­schers po­li­ti­sche In­ter­es­sen sind breit ge­fä­chert. Sie rei­chen von Fi­nan­zen über Kom­mu­nal­wirt­schaft, Ener­gie, Ver­kehr und Um­welt bis zu Sport und Kul­tur. Ganz wol­le er die Kom­mu­nal­po­li­tik nicht an den Na­gel hän­gen, sagt der 57-Jäh­ri­ge. So wer­de er et­wa im Auf­sichts­rat der Stadt­wer­ke blei­ben, wenn sei­ne Frak­ti­on dies wün­sche. Und na­tür­lich wer­de er der Kult-Frak­ti­on auch sonst mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen.

Micha­el Haug kennt sich in der Kom­mu­nal­po­li­tik bes­tens aus. Der 56-Jäh­ri­ge ist seit Jah­ren Vor­sit­zen­der der Karls­ru­her Lis­te und von Be­ruf Was­ser­bau­in­ge­nieur.

EBER­HARD FISCHER hört nach 22 Jah­ren als Stadt­rat auf. Fo­to: jo­do

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