Die CDU rückt nach rechts Par­tei­tag kün­digt Dop­pel­pass-Lö­sung auf

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE - Von un­se­rem Kor­re­spon­den­ten Mar­tin Ferber

Es­sen. Die CDU ver­schärft in der Aus­län­de­r­und Flücht­lings­po­li­tik ih­ren Kurs und geht neun Mo­na­te vor der Bun­des­tags­wahl auf Kon­fron­ta­ti­on zum Ko­ali­ti­ons­part­ner SPD. Ge­gen den Wil­len der Par­tei­spit­ze sprach sich der Bun­des­par­tei­tag ges­tern in Es­sen mit knap­per Mehr­heit für ei­nen An­trag der Jun­gen Uni­on (JU) aus, den erst seit 2014 gel­ten­den Kom­pro­miss mit der SPD zur dop­pel­ten Staats­bür­ger­schaft wie­der auf­zu­kün­di­gen und zur frü­he­ren Op­ti­ons­re­ge­lung zu­rück­zu­keh­ren.

Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re und Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber spra­chen sich ver­geb­lich für ei­ne Ab­leh­nung des An­trags aus. Für ei­ne Rück­kehr zur frü­he­ren Op­ti­ons­pflicht ge­be es im Par­la­ment kei­ne po­li­ti­sche Mehr­heit, sag­te de Mai­ziè­re. So­wohl der Ko­ali­ti­ons­part­ner SPD als auch die Op­po­si­ti­ons­par­tei­en im Bun­des­tag kri­ti­sier­ten den Be­schluss scharf. Kanz­le­rin Mer­kel kri­ti­sier­te den Be­schluss. Es wer­de in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode kei­ne Än­de­rung da­zu ge­ben und sie hal­te den Be­schluss per­sön­lich für falsch. Die CDU will auch den Druck auf Aus­län­der, de­ren Asyl­an­trag ab­ge­lehnt wur­de und die sich oh­ne gül­ti­ges Blei­be­recht in Deutsch­land auf­hal­ten, mas­siv er­hö­hen, das Land wie­der zu ver­las­sen. Soll­ten sie dies nicht tun, sol­len sie kon­se­quen­ter als bis­her ab­ge­scho­ben wer­den. Vor dem Be­ginn des Par­tei­tags hat­te der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Lan­des­chef und In­nen­mi­nis­ter Tho­mas Strobl auf ei­ne ra­sche­re Ab­schie­bung ge­drängt. Kom­men­tar, Zeit­ge­sche­hen

Mer­kel kri­ti­siert den Be­schluss

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