Lu­thers Le­ben

Le­sung mit Staats­schau­spie­ler Ste­fan Vie­ring

Pforzheimer Kurier - - WAS - WANN - WO -

Karls­ru­he (ja). Als glän­zen­der und mit­rei­ßen­der In­ter­pret al­ter Tex­te hat sich Ste­fan Vie­ring be­reits wäh­rend sei­nes En­ga­ge­ments am Ba­di­schen Staats­thea­ter Karls­ru­he ei­nen Na­men ge­macht, als er et­wa an meh­re­ren Aben­den die „Ili­as“von Ho­mer vor­trug. Nun ist der Staats­schau­spie­ler in der Ba­di­schen Lan­des­bi­blio­thek mal wie­der mit ei­nem Le­se-Abend zu er­le­ben. Im Rah­men der Aus­stel­lung „Die Macht des Wor­tes – Re­for­ma­ti­on und Me­di­en­wan­del“, die dort an­läss­lich des 500. Jah­res­ta­ges der Re­for­ma­ti­on ge­zeigt wird, fin­det am Di­ens­tag, 13. De­zem­ber, ab 19 Uhr die sze­ni­sche Le­sung „Worms – Wart­burg – Wit­ten­berg“statt.

Ste­fan Vie­ring skiz­ziert in die­ser Le­sung die wich­tigs­ten Le­bens­sta­tio­nen von Mar­tin Lu­ther (1483 bis 1546). Im Zen­trum steht die Stadt Wit­ten­berg, die der Kur­fürst Friedrich der Wei­se zu sei­ner Re­si­denz er­klär­te. Er ließ dort ein Schloss bau­en und grün­de­te ei­ne Uni­ver­si­tät, an der Lu­ther lehr­te. 1517 schlug Lu­ther an der Tür der Schloss­kir­che sei­ne be­rühm­ten 95 The­sen ge­gen den Ablass­han­del an, eher um die aka­de­mi­sche Dis­kus­si­on an­zu­sto­ßen. Sei­ne re­for­ma­to­ri­schen Schrif­ten „An den christ­li­chen Adel deut­scher Na­ti­on“, „Von der ba­by­lo­ni­schen Ge­fan­gen­schaft der Kir­che“und „Von der Frei­heit ei­nes Chris­ten­men­schen“hin­ge­gen wur­de re­gel­rech­te Ver­kaufs­er­fol­ge. Von Wit­ten­berg ging ein Sturm aus, der das Den­ken der Men­schen ver­än­der­te. Mu­si­ka­lisch be­glei­tet wird die Le­sung von An­ni Poi­ko­nen (Kla­vier) und Da­ni­el Pas­tew­ski (Bass) mit Lu­therLie­dern. Text­aus­wahl und Zu­sam­men­stel­lung stam­men von Jut­ta Be­ren­des.

Aus­stel­lung in der Ba­di­schen Lan­des­bi­blio­thek

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