Wa­gner-Wer­ke in jaz­zi­gem Ge­wand

Mor­gen Gast­spiel am Ba­di­schen Staats­thea­ter

Pforzheimer Kurier - - WAS - WANN - WO -

Karls­ru­he (ja). Ei­ne „Hit­pa­ra­de“aus den Wer­ken von Richard Wa­gner in jaz­zi­ger Va­ri­an­te – geht das? Das Jazz­trio um den Frei­bur­ger Pia­nis­ten Hel­mut Lör­scher will den Be­weis an­tre­ten mit sei­nem Pro­gramm „Re­flec­tions in Jazz – Tris­ta­nes­que“, das am mor­gi­gen Frei­tag, 9. De­zem­ber, ab 19.30 Uhr im Klei­nen Haus des Ba­di­schen Staats­thea­ters Karls­ru­he als Gast­spiel zu er­le­ben ist.

Zwar hat die Aus­ein­an­der­set­zung mit Wer­ken und Kom­po­nis­ten der klas­si­schen Mu­sik im mo­der­nen Jazz mitt­ler­wei­le Tra­di­ti­on. Richard Wa­gner blieb da­bei aber lan­ge au­ßen vor – mög­li­cher­wei­se schien der Zu­gang ver­sperrt durch die Re­zep­ti­ons­ge­schich­te, ganz be­son­ders die bis ins Ab­sur­de rei­chen­de Ver­klä­rung durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten.

Den Pia­nis­ten Hel­mut Lör­scher al­ler­dings reiz­te zum ei­nen die Af­fi­ni­tät mo­der­ner Jazzharmonik zur Al­te­ra­ti­ons­har­mo­nik ei­nes „Tristan“, zum an­de­ren der ex­tre­me Ge­gen­satz der Tex­tu­ren. Im Ju­bi­lä­ums­jahr 2013 ging er dar­an, die mu­si­ka­li­schen Ide­en Wa­g­ners in ei­ne ei­ge­ne, neue Mu­sik­spra­che zu über­tra­gen. Mit Bernd Heitz­ler (Bass) und Ha­rald Rü­schen­baum (Schlag­zeug) hat Hel­mut Lör­scher zwei in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­te Jaz­zer an sei­ner Sei­te.

Das Pro­gramm wur­de be­reits beim In­ter­na­tio­na­len Beet­ho­ven­fest Bonn und in der Vil­la Wahn­fried in Bay­reuth auf­ge­führt. In Karls­ru­he ist es zwei Ta­ge vor der nächs­ten gro­ßen „Ring“-Pre­mie­re „Die Wal­kü­re“(Sonn­tag, 16 Uhr, be­reits aus­ver­kauft) zu er­le­ben.

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