Be­hör­den grei­fen durch

Chef der Char­ter­ge­sell­schaft LaMia fest­ge­nom­men

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

San­ta Cruz (dpa). Der Chef der für den Flug­zeug­ab­sturz in Ko­lum­bi­en ver­ant­wort­li­chen Char­ter­ge­sell­schaft LaMia ist fest­ge­nom­men wor­den. Zu­dem wur­den im bo­li­via­ni­schen San­ta Cruz zwei wei­te­re An­ge­stell­te vor­läu­fig fest­ge­nom­men, wie die Staats­an­walt­schaft mit­teil­te. LaMia wird vor­ge­wor­fen, zu we­nig Treib­stoff für den Flug von San­ta Cruz in die ko­lum­bia­ni­sche Stadt Me­del­lín an Bord ge­habt zu ha­ben. 71 Men­schen star­ben. Das bra­si­lia­ni­sche Fuß­ball­team AF Cha­pe­co­en­se war am 28. No­vem­ber auf dem Weg zum Fi­nal­hin­spiel um den Süd­ame­ri­ka-Cup ge­gen At­lé­ti­co Na­cio­nal. „Ins­ge­samt wird ge­gen sechs Per­so­nen er­mit­telt“, sag­te Staats­an­walt Iván Quin­ta­nil­la. Die Er­mitt­lun­gen kon­zen­trie­ren sich dar­auf, war­um es zu dem Ab­sturz kom­men konn­te, ob zum Bei­spiel ein not­wen­di­ger Tank­stopp ein­fach nicht ein­ge­legt wur­de. Bo­li­vi­ens Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Rey­mi Fer­rei­ra hat­te den ge­stor­be­nen Pi­lo­ten und Mit­ei­gen­tü­mer ver­ant­wort­lich ge­macht. „Der Pi­lot hat das Flug­pro­to­koll ver­letzt. Es gab ein wirt­schaft­li­ches Kri­te­ri­um, um Kos­ten zu spa­ren, das die Tra­gö­die ver­ur­sacht hat.“Die Er­mitt­lun­gen rich­ten sich auch ge­gen ei­ne Mit­ar­bei­te­rin der für die Ver­wal­tung der Flug­hä­fen und für Flug­si­cher­heit zu­stän­di­gen Be­hör­de in Bo­li­vi­en. Sie hat­te den Flug­plan des Flu­ges LaMia 2933 ge­neh­migt.

Nach der Tra­gö­die war Cha­pe­co­en­se zum Ti­tel­trä­ger des dies­jäh­ri­gen Süd­ame­ri­ka-Cups er­nannt wor­den.

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