Gu­te Nach­rich­ten für Bolz­platz­li­ga

Haus­halts­be­ra­tun­gen: Si­cher­heit, Schu­len und Sport ste­hen zur Dis­kus­si­on

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Carolin Frey­tag

„Heu­te schal­ten wir mal ei­nen Gang hö­her“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger ges­tern zu Be­ginn des drit­ten Ta­ges der Haus­halts­be­ra­tun­gen, nach­dem am zwei­ten Be­ra­tungs­tag ge­ra­de mal ei­ner von neun Teil­haus­hal­ten ab­ge­hakt war.

Zu­min­dest der zwei­te Teil „Öf­fent­li­che Si­cher­heit“war in rund 50 Mi­nu­ten ge­schafft. Da hat viel­leicht auch der Be­schluss ge­hol­fen, dass über Be­trä­ge un­ter 5 000 Eu­ro nicht mehr ge­spro­chen wird. Stadt­rat Axel Baum­busch (GL) hat­te den Vor­schlag ge­macht, nach­dem El­len Eber­le (SPD) wis­sen woll­te, ob die Stadt wirk­lich rund 2 500 Eu­ro für Bü­cher und Ge­set­zes­tex­te pro Jahr aus­ge­ben müs­se. In „Si­cher­heit und Sau­ber­keit“woll­te die CDU-Frak­ti­on ei­gent­lich die Vier­tel­mil­li­on in­ves­tie­ren, die am Di­ens­tag bei der ge­plan­ten Haus­halts­struk­tur­kom­mis­si­on ge­stri­chen wur­de. Ei­nen ent­spre­chen­den An­trag stell­te Frak­ti­ons­chef Flo­ren­tin Gold­mann dann ges­tern al­ler­dings nicht. Statt­des­sen ei­nig­te man sich auf den Vor­schlag von Baum­busch, ein zu­sätz­li­ches Mess­fahr­zeug zur Ver­kehrs­kon­trol­le an­zu­schaf­fen – in­klu­si­ve zwei­er da­für nö­ti­ger Plan­stel­len. Das wür­de sich von selbst fi­nan­zie­ren, be­stä­tig­te Ord­nungs­amts­chef Wolf­gang Raff.

Um „Schu­len, Sport und Bä­der“ging es im drit­ten Teil­haus­halt. Pforz­heim be­kom­me rund ei­ne Mil­li­on Eu­ro zu­sätz­li­che För­der­mit­tel pro Jahr für Bil­dung, er­klär­te Ha­ger. „Die Zu­schüs­se soll­ten wir aber nicht nut­zen, um jetzt den Haus­halt auf­zu­bes­sern, son­dern sie sper­ren für an­ste­hen­de In­ves­ti­tio­nen in den nächs­ten Jah­ren.“Zu­vor hat­te Bil­dungs­amts­lei­te­rin Clau­dia Schlüt­ter dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung an den Schu­len „ei­nen gu­ten Mil­lio­nen­be­trag“in den kom­men­den Jah­ren brau­chen wer­de. Das Geld sol­le für die­sen Zweck ge­sperrt und an­ge­sam­melt wer­den, ent­schie­den die Stadt­rä­te.

Mit min­des­tens ei­ner hal­ben Mil­li­on an Lan­des­för­der­mit­teln für In­te­gra­ti­on rech­ne man je­weils 2017 und 2018, er­klär­te Ha­ger. Da­von kön­ne auch der Sport pro­fi­tie­ren. Für Chris­tof Wei­sen­ba­cher (WiP/LE/Lin­ke) ein Grund, die auf 55 000 Eu­ro ge­stutz­te Er­hö­hung der Sport­för­de­rung wie­der auf 110 000 auf­zu­sto­cken. „Ein­spa­ren könn­te man den Be­trag au­ßer­dem beim Fas­sa­den­för­der­pro­gramm“, schlug der Stadt­rat vor. Über­zeugt hat das nur we­ni­ge. Der An­trag wur­de ab­ge­lehnt. Hen­ry Wie­de­mann (SPD) schlug vor, die Pro-KopfFör­de­rung auf fünf (für U 18) be­zie­hungs­wei­se drei Eu­ro (Ü 18) an­zu­he­ben. Kei­ne gu­te Idee, fand Axel Baum­busch, schließ­lich sei­en die För­der­mit­tel nur für zwei Jah­re si­cher. „Dann kommt der Ab­sturz. Man könn­te doch statt­des­sen be­stimm­te Pro­jek­te ein­ma­lig un­ter­stüt­zen“, lau­te­te der Ge­gen­vor­schlag. Die Stadt­rä­te stimm­ten dem zu. Auch die­ses Geld wer­de da­für ge­sperrt und da­mit zweck­ge­bun­den. Da der S&G Gold­stadt Cup und das Pfingst­tur­nier des CfR der­zeit nicht statt­fin­den, kön­ne man die­se Mit­tel von ei­ni­gen tau­send Eu­ro in der Zwi­schen­zeit in die Bolz­platz­li­ga ste­cken, schlug Jörg Au­gen­stein (CDU) vor. Auch das wur­de be­schlos­sen. Die rund 400 000 Eu­ro, die 2017 für den Aus­bau des CfR-Sta­di­ons im Haus­halt ste­hen, sol­le man sper­ren, „bis der Sach­stand ge­klärt ist“, for­der­te Wie­de­mann. Auch dem wur­de zu­ge­stimmt. Der­zeit wird ge­prüft, ob Geld ge­spart wer­den kann, wenn Tri­bü­ne und Funk­ti­ons­ge­bäu­de ge­trennt ge­baut wer­den.

Ein­ma­li­ge För­de­run­gen für Sport­pro­jek­te ge­plant

DIE BOLZ­PLATZ­LI­GA könn­te – zu­min­dest ei­ne Wei­le – da­von pro­fi­tie­ren, dass der S&G Gold­stadt Cup und das Pfingst­tur­nier des CfR auf Eis lie­gen. De­ren bis­he­ri­ge Zu­schüs­se sol­len nun dem Fuß­ball-Event zu­gu­te kom­men.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.