Fest­kleid mit ho­hem Ver­falls­da­tum

Ei­ne Wo­che Ar­beit für Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

ro. Ro­land Walz gibt ger­ne zu, dass die Idee nicht von ihm stammt. „So et­was in der Art ha­be ich ir­gend­wo mal ge­se­hen.“Aber vom Se­hen und be­geis­tert Sein bis zur Ko­pie kann es durch­aus ein wei­ter und manch­mal nicht zu be­schrei­ten­der Weg sein. In dem Fall ist er mit fast ei­ner gan­zen Ar­beits­wo­che Zeit ver­bun­den, wäh­rend der Walz mit ge­schick­ten Hän­den am Werk war. Und so fun­kelt nun deut­lich sicht­bar im Schau­fens­ter sei­ner Än­de­rungs­schnei­de­rei in der Bahn­hof­stra­ße ein ganz be­son­de­res Weih­nachtsBus­tier-Kleid. Es könn­te ei­ner Kar­rie­re­frau da­bei hel­fen, sich nach oben zu be­we­gen und sich den Weg frei zu piek­sen. Denn das grü­ne Kleid be­steht aus Tan­nen­zwei­gen und ist mit win­zi­gen Weih­nachts­ku­geln ge­schmückt.

„Da­bei hat mir na­tür­lich schon mein Be­ruf ge­hol­fen“, sagt Ro­land Walz auf die Fra­ge, wie man denn so et­was zu­stan­de bringt. Er wuss­te na­tür­lich, wor­auf es an­kam, als er die stach­li­ge grü­ne Pracht an der Schnei­der­pup­pe an­brach­te und wo er sie plat­zie­ren muss, um ei­ne Art Bal­lon­kleid zu schaf­fen.

Jetzt ist es al­le­mal ein be­son­de­rer Hin­gu­cker in der Rie­ge der Weih­nachts­fens­ter und ein wei­te­rer Be­weis da­für, dass Pforz­heim ei­ne Stadt der De­si­gner ist, die pfif­fi­ge Ide­en ent­wi­ckeln, wenn es dar­auf an­kommt, Auf­merk­sam­keit zu er­re­gen. Ro­land Walz reicht es, wenn sei­ne Kun­den das weih­nacht­li­che Werk be­mer­ken und sich freu­en. „Mehr will ich ja gar nicht“, sagt er. Na­tür­lich ist das Kleid nicht trag­bar. Wenn es so wä­re, müss­te sich die Da­me auch be­ei­len – so­bald die Na­deln fal­len, steht sie qua­si na­ckig da.

EIN NADLIGES FEST­KLEID ist in der Bahn­hof­stra­ße zu fin­den. Fo­to: Roth

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