EU för­dert frei­es Netz

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Brüs­sel (maw). In Deutsch­land ver­fü­gen laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt über 90 Pro­zent der Haus­hal­te über ei­nen In­ter­net­zu­gang. Im öf­fent­li­chen Raum, wie zum Bei­spiel in Parks, Bi­b­lio­the­ken und auf Markt­plät­zen ist die In­ter­ne­t­abde­ckung da­ge­gen un­ter­ent­wi­ckelt. Wäh­rend grö­ße­re Städ­te wie Karls­ru­he mit dem KA-Wlan und Pforz­heim mit dem PF-Wlan be­reits groß­flä­chig kos­ten­lo­ses In­ter­net für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger be­reit­stel­len, gibt es sol­che An­ge­bo­te in klei­ne­ren Städ­ten meist nicht. Dies will die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on mit ih­rem neu­en Pro­jekt „WiFi4EU“än­dern und nimmt da­für 120 Mil­lio­nen Eu­ro in die Hand. Eu­ro­pa­weit sol­len 6 000 bis 8 000 Kom­mu­nen mit In­ter­net-Zu­gangs­punk­ten aus­ge­stat­tet wer­den.

„Ver­netzt zu sein ist Pflicht. Ge­ra­de im öf­fent­li­chen Raum kommt die Ver­sor­gung zu kurz. Das Pro­jekt zeigt deut­lich, wie sich Eu­ro­pa po­si­tiv auf un­ser all­täg­li­ches Le­ben aus­wirkt“, freut sich der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Da­ni­el Cas­pa­ry (CDU) aus Wein­gar­ten. Aus recht­li­cher Sicht sei der Weg für das Pro­jekt frei, er­klärt Cas­pa­ry, denn Kom­mu­nen haf­ten nach gel­ten­dem Recht nicht für die ab­ge­ru­fe­nen In­hal­te.

Das Geld soll über ein Gut­schein­sys­tem an die Kom­mu­nen ver­ge­ben wer­den. Die­se kön­nen sich im kom­men­den Jahr um die För­der­mit­tel der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on be­wer­ben.

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