Ver­kauf be­flü­gelt TUI

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Han­no­ver (dpa). Der lu­kra­ti­ve Ver­kauf sei­ner Toch­ter Ho­tel­beds hat dem welt­größ­ten Rei­se­kon­zern TUI im Jahr der Tür­kei-Kri­se ei­nen Mil­li­ar­den­ge­winn ver­schafft. Auch das Ta­ges­ge­schäft mit dem Ur­laub warf trotz des Ein­bruchs bei Tür­kei-Rei­sen und des Wir­bels nach dem Br­ex­it-Vo­tum mehr ab als im Vor­jah­res­zeit­raum. TUI-Chef Fritz Jous­sen peilt nun wei­te­re Stei­ge­run­gen an und will ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro vor al­lem in neue Ho­tels und Kreuz­fahrt­schif­fe ste­cken, wie er ges­tern bei der Bi­lanz­vor­la­ge in Han­no­ver an­kün­dig­te.

Un­term Strich ver­dien­te TUI im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr bis En­de Sep­tem­ber 1,04 Mil­li­ar­den Eu­ro und da­mit et­wa drei­mal so viel wie ein Jahr zu­vor. Das lag vor al­lem dar­an, dass der Kon­zern beim Ver­kauf des Bet­ten­groß­händ­lers Ho­tel­beds ei­nen Buch­ge­winn ein­ge­stri­chen hat­te. Die Ak­tio­nä­re sol­len mit ei­ner von 56 auf 63 Cent je Ak­tie er­höh­ten Di­vi­den­de an dem Er­folg teil­ha­ben.

Im lau­fen­den Ge­schäft ha­be der Ver­an­stal­ter den Bu­chungs­ein­bruch in der Tür­kei weg­ste­cken kön­nen, auch weil er sei­ne Rei­se­an­ge­bo­te nach dem ers­ten Ter­ror­an­schlag in Istan­bul schnell auf an­de­re Zie­le um­ge­stellt ha­be, sag­te Jous­sen. „Wir hat­ten ins­ge­samt mehr Kun­den als im Vor­jahr, aber ei­ne Mil­li­on we­ni­ger in der Tür­kei.“Im Ver­an­stal­ter­ge­schäft muss­te TUI we­gen des schwa­chen Pfunds und des har­ten Preis­kampfs in Deutsch­land deut­li­che Rück­gän­ge hin­neh­men.

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