Adieu, „Lu­cky Man“

Mu­sik­welt trau­ert um Prog-Rock-Iko­ne Greg La­ke

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

In den 1970er-Jah­ren wa­ren sie die Hel­den des Pro­gres­si­ve Rock: Das Trio Emer­son, La­ke and Pal­mer ver­zück­te die Fans mit ih­rer Mi­schung aus Jazz, Blues und Rock. Nun ist mit Greg La­ke der zwei­te Mu­si­ker der Band ge­stor­ben: Ein Drei­vier­tel­jahr nach dem Tod von Key­boar­der Keith Emer­son er­lag des­sen frü­he­rer Band­kol­le­ge Greg La­ke am Mitt­woch im Al­ter von 69 Jah­ren ei­nem Krebs­lei­den, wie sein Ma­na­ger Ste­wart Young ges­tern mit­teil­te.

Von der Pro­gres­si­ve­Rock-Band Emer­son, La­ke and Pal­mer, die in den 1970er-Jah­ren zu den Avant­gar­dis­ten in der Rock­mu­sik ge­hör­te, lebt nun nur noch Schlag­zeu­ger Carl Pal­mer. „Mit gro­ßer Trau­rig­keit muss ich jetzt Ab­schied neh­men von mei­nem Freund und Band­kol­le­gen Greg La­ke“, schrieb Pal­mer auf sei­ner Web­sei­te. „Gregs tra­gen­de Stim­me und sein Kön­nen als Mu­si­ker wer­den in Er­in­ne­rung blei­ben (...) Dass wir auch Keith in die­sem Jahr ver­lo­ren ha­ben, macht es be­son­ders hart für uns.“

Der als Bas­sist, Gi­tar­rist und Sän­ger ak­ti­ve La­ke hat­te vor der Grün­dung von Emer­son, La­ke and Pal­mer be­reits als Front­mann der Band King Crim­son Er­fol­ge ge­fei­ert. Ge­ne­sis-Gi­tar­rist Ste­ve Ha­ckett trau­er­te auf Twit­ter um den Zeit­ge­nos­sen. „Die Mu­sik neigt ihr Haupt, um den Tod ei­nes gro­ßen Mu­si­kers und Sän­gers, Greg La­ke, zu wür­di­gen.“YesKey­boar­der Rick Wa­ke­man schrieb auf Twit­ter. „Du hast uns groß­ar­ti­ge Mu­sik hin­ter­las­se­nen, mein Freund.“

Als ein Grün­dungs­va­ter des Pro­gres­si­ve Rock gilt La­ke durch Ti­tel wie „In The Court of The Crim­son King“. Ei­nen So­lo­hit lan­de­te er 1975 mit „I Be­lie­ve in Fa­ther Christ­mas“. Zu sei­nen In­spi­ra­ti­ons­quel­len zähl­te der von der Süd­küs­te der In­sel stam­men­de En­g­län­der so­wohl die Klas­sik Pa­ga­ni­nis als auch El­vis Pres­leys frü­hen US-Rock ’n’ Roll.

Die 1970 ge­grün­de­te For­ma­ti­on Emer­son, La­ke and Pal­mer (ELP) ver­öf­fent­lich­te zahl­rei­che Pla­tinAl­ben, lös­te sich 1978 auf und ar­bei­te­te von 1992 bis 1998 noch ein­mal zu­sam­men. Der Song „Lu­cky Man“ge­hört zu ih­ren be­kann­tes­ten Hits. 2012 sag­te La­ke in ei­nem In­ter­view, er ha­be die­sen Song als Zwölf­jäh­ri­ger ge­schrie­ben – mit den ers­ten vier Ak­kor­den, die er auf der Gi­tar­re ge­lernt hat­te. dpa/BNN

GREG LA­KE auf der Büh­ne in Stutt­gart 2005. Fo­to: dpa

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