Fäl­le von No­ro­vi­rus?

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Ist das No­ro­vi­rus hier The­ma?

Jog­gerst: Ja, das ist im Win­ter im­mer ein The­ma. Un­ser Lan­des­ge­sund­heits­amt hat dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der üb­li­che sai­so­na­le An­stieg in die­sem Jahr frü­her an­ge­fan­gen hat und stei­ler ist. Was dar­aus wird, bleibt ab­zu­war­ten.

Wie vie­le Fäl­le sind aus Pforz­heim und dem Enz­kreis be­kannt?

Jog­gerst: Bis Stand 6. De­zem­ber, sind 251 Fäl­le ge­mel­det; im ge­sam­ten Jahr 2015 wa­ren es 187 Fäl­le. Al­ler­dings gab es auch schon Jah­re mit über 600 Fäl­len.

Wel­che Be­din­gun­gen sind „güns­tig“für ein Aus­brei­ten?

Jog­gerst: No­ro­vi­ren kön­nen sich auf zwei Ar­ten ver­brei­ten: Über ei­ne so­ge­nann­te Schmier­in­fek­ti­on. Da­bei wer­den die Vi­ren et­wa beim Hän­de­schütt­len oder über Tür­grif­fe über­tra­gen. Es ist aber auch ei­ne Tröpf­chen­in­fek­ti­on mög­lich: Wenn je­mand er­bro­chen hat, ver­blei­ben feins­te Tröpf­chen in der Luft. Ein an­de­rer kann sie ein­at­men und sich so an­ste­cken. Wenn es kalt und tro­cken ist, kön­nen die­se feins­ten Tröpf­chen sehr lan­ge in der Luft blei­ben und an­ste­cken. Des­halb ist ei­ne No­ro­vi­rus­er­kran­kung im Win­ter häu­fi­ger. Die An­ste­ckungs­ge­fahr ist so groß, weil ganz we­ni­ge Kei­me ge­nü­gen, um ei­ne Krank­heit aus­zu­lö­sen.

Sind Ge­mein­schafts­ein­rich­tun­gen be­son­ders be­trof­fen?

Jog­gerst: Uns wur­den in die­sem Jahr be­reits 27 Aus­brü­che ge­mel­det, im Ver­gleich zu 14 im Jahr 2015. Sie sind häu­fig in Ki­tas, auch in Pfle­ge­hei­men, ver­ein­zelt in Kli­ni­ken und na­tür­lich in Fa­mi­li­en zu fin­den.

Wie kann man sich schüt­zen?

Jog­gerst: Hän­de wa­schen, Hän­de wa­schen, Hän­de wa­schen.

dia/Fo­to: eh

No­ro­vi­ren brei­ten sich aus. Die Krank­heits­er­re­ger lö­sen Brech­durch­fall aus. Mit Bri­git­te Jog­gerst, Che­fin des Ge­sund­heits­amts, sprach der Pforz­hei­mer Ku­rier.

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