Kom­pe­tenz kommt zum Pa­ti­en­ten

Tele­me­di­zin: Neu­en­bür­ger Kli­nik soll per Da­ten­lei­tung mit Zen­trum ver­netzt wer­den

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Mühl­acker (ko). Me­di­zi­ni­sche Kom­pe­tenz kommt zum Pa­ti­en­ten – und nicht um­ge­kehrt: Seit Jah­ren ist dies die Ma­xi­me des Chefs der Re­gio­na­len Kli­ni­ken-Hol­ding, Pro­fes­sor Jörg Mar­tin. Zwi­schen den Enz­kreis-Kli­ni­ken und dem Kli­ni­kum Lud­wigs­burg wird die­ser Grund­satz in der Pra­xis wei­ter ver­tieft: im ers­ten Schritt kann die In­ten­siv­sta­ti­on in Mühl­acker neu­er­dings vom Ex­per­ten­wis­sen und der Er­fah­rung der un­ter­schied­lich spe­zia­li­sier­ten Ärz­te in Lud­wigs­burg pro­fi­tie­ren – Tele­me­di­zin heißt in der Hol­ding der Be­griff der Zu­kunft.

In wei­te­ren Stu­fen sol­len die Kli­ni­ken in Neu­en­bürg so­wie Bret­ten und Bruch­sal im Kreis Karls­ru­he glei­cher­ma­ßen mit­tels Da­ten­lei­tun­gen mit dem Zen­trum

Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung soll si­cher­ge­stellt wer­den

der Tele­me­di­zin in Lud­wigs­burg ver­netzt wer­den, eben­so wie die üb­ri­gen Häu­ser der Hol­ding im Kreis Lud­wigs­burg. Das im dor­ti­gen Kli­ni­kum der Ma­xi­mal­ver­sor­gung an­ge­sie­del­te Fach­wis­sen wer­de ge­wis­ser­ma­ßen an die Part­ner­kli­ni­ken trans­por­tiert – und nicht die Pa­ti­en­ten zum Spe­zia­lis­ten in Lud­wigs­burg, be­schrieb Pro­fes­sor Mar­tin bei ei­ner Prä­sen­ta­ti­on die künf­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se.

Au­then­tisch nach­voll­zieh­bar wur­de das Ge­sag­te, in­dem die Jour­na­lis­ten ei­ne Pa­ti­en­ten­vi­si­te in der In­ten­siv­sta­ti­on haut­nah mit­er­le­ben konn­ten, als die Anäs­the­sie-Ober­ärz­te Andre­as Frost und Ralph Brun­ner ak­tu­el­le Be­hand­lungs­fäl­le mit ih­ren Lud­wigs­bur­ger Kol­le­gin­nen Mo­ni­ca Bür­le und Sa­bi­ne Gfrö­rer vom Pa­ti­en­ten­bett aus mit­tels Vi­deo­kon­fe­renz er­ör­ter­ten. Da­bei be­steht auch die Mög­lich­keit, dass sich die Me­di­zi­ner aus Lud­wigs­burg di­rekt mit den Pa­ti­en­ten in Mühl­acker un­ter­hal­ten kön­nen. Tele­me­di­zin, wie sie Pro­fes­sor Mar­tin in der ge­sam­ten Hol­ding eta­blie­ren möch­te, be­deu­te nicht, dass ärzt­li­che Prä­senz vor Ort ent­fal­le. Da aber der Trend in der me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung un­auf­halt­sam in Rich­tung Spe­zia­li­sie­rung ge­he, die­se aber nicht flä­chen­de­ckend vor­ge­hal­ten wer­den kön­ne, sei Tele­me­di­zin laut Mar­tin ei­ne in­no­va­ti­ve und ef­fek­ti­ve Vor­ge­hens­wei­se, die Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung op­ti­mal si­cher­zu­stel­len. Das im ers­ten Schritt erst seit we­ni­gen Wo­chen be­trie­be­ne Netz­werk zwi­schen Lud­wigs­burg und Mühl­acker ei­ner­seits so­wie der In­ter­nis­ti­schen Ta­ges­kli­nik in Vai­hin­gen an­de­rer­seits sei laut Pro­fes­sor Mar­tin be­reits Rou­ti­ne – und an­dern­orts auch schon weit län­ger er­probt. Rund 50 000 Eu­ro ha­be die Kli­ni­ken-Hol­ding in der ers­ten Stu­fe in die tech­ni­sche Aus­stat­tung in­ves­tiert.

AUF DER IN­TEN­SIV­STA­TI­ON der Enz­kreis-Kli­ni­ken in Mühl­acker wur­de in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Kli­ni­kum Lud­wigs­burg in der Über­wa­chung und Dia­gnos­tik Tele­me­di­zin ein­ge­führt. Von links: Andre­as Frost und Ralph Brun­ner, im Bild­schirm rechts: Sa­bi­ne Gfrö­rer. Fo­to: ko

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