Be­sen­stiel­räu­ber ge­steht

64-Jäh­ri­ger woll­te den FC Bay­ern München er­pres­sen

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

München (dpa). Der so­ge­nann­te Be­sen­stiel­räu­ber hat ge­stan­den, den FC Bay­ern München im Fe­bru­ar er­folg­los um drei Mil­lio­nen Eu­ro er­presst zu ha­ben. „Der Tat­vor­wurf ist rich­tig“, sag­te der 64-Jäh­ri­ge ges­tern beim Auf­takt sei­nes Pro­zes­ses we­gen ver­such­ter räu­be­ri­scher Er­pres­sung vor dem Land­ge­richt München I. „Mir ist es ein Rät­sel, wie ich auf so ei­ne dum­me Idee kom­men konn­te, wie­der ei­ne Straf­tat zu be­ge­hen.“Schließ­lich ha­be er meh­re­re Jah­re im Ge­fäng­nis ver­bracht und sei „ge­läu­tert“ge­we­sen.

Der 64-Jäh­ri­ge war An­fang 2016 nach ei­ge­nen An­ga­ben in ei­ner de­so­la­ten fi­nan­zi­el­len La­ge. Als im Ja­nu­ar die­ses Jah­res sein Ar­beits­lo­sen­geld aus­ge­lau­fen war, ver­füg­te er über kein Ein­kom­men mehr. „Es ging mir auch um die Al­ters­vor­sor­ge. Man hört so viel von Al­ters­ar­mut.“Im Fe­bru­ar schrieb er da­her zwei Er­pres­ser­brie­fe an den FC Bay­ern. Er for­der­te ei­ne Mil­li­on Eu­ro, 1,1 Mil­lio­nen Schwei­zer Fran­ken so­wie ed­le Dia­man­ten. Ihm hät­te auch ein Be­trag von 250 000 bis 300 000 Eu­ro ge­reicht, sag­te er.

Sei­nen Spitz­na­men hat der 64-Jäh­ri­ge sei­ner Vor­ge­hens­wei­se in den 1990er Jah­ren zu ver­dan­ken. Bei 16 Bank­über­fäl­len hat­te er An­ge­stell­te in Putz­räu­me ge­sperrt und die Tür mit ei­nem Be­sen­stiel ver­ram­melt.

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