„So­fort ge­eig­ne­te Maß­nah­men“

Mut­maß­li­che Ver­ge­wal­ti­gung ge­schah in Ein­rich­tung der Ju­gend­hil­fe

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

tw. Nach der Ver­haf­tung ei­nes 16-Jäh­ri­gen aus Al­ge­ri­en we­gen des drin­gen­den Tat­ver­dachts, ei­ne 16-Jäh­ri­ge ver­ge­wal­tigt zu ha­ben, klä­ren sich die Hin­ter­grün­de des Fal­les. Die mut­maß­li­che Ver­ge­wal­ti­gung, die am Mon­tag­abend von Staats­an­walt­schaft und Po­li­zei mit­ge­teilt wur­de, er­eig­ne­te sich in ei­ner Ein­rich­tung der Ju­gend­hil­fe, in der Ju­gend­li­che un­ter­ge­bracht sind, so Staats­an­walt To­bi­as Wa­gner ge­gen­über den BNN. Da­bei han­delt es sich um das so­ge­nann­te C-Haus in Dax­lan­den. Trä­ger ist der Ver­ein für Ju­gend­hil­fe. So­zi­al­bür­ger­meis­ter Mar­tin Lenz be­stä­tig­te ent­spre­chen­de BNN-In­for­ma­tio­nen. Der 16-jäh­ri­ge Al­ge­ri­er leb­te nicht in dem Haus, er hat­te die dort un­ter­ge­brach­te 16-Jäh­ri­ge aus Karls­ru­he, die sich von ihm ge­trennt hat­te, zur an­geb­li­chen Aus­spra­che auf­ge­sucht. Da­bei soll es, so der Vor­wurf der Staats­an­walt­schaft, zur Ver­ge­wal­ti­gung ge­kom­men sein. Nach In­for­ma­tio­nen der BNN wur­de die Tat of­fen­bar per Han­dy ge­filmt, auch wie das Mäd­chen mit ei­nem Mes­ser be­droht wur­de. Po­li­zei und Staats­an­walt­schaft ha­ben die­sen Film of­fen­bar si­cher­ge­stellt.

Ob auch ein zwei­ter Mit­tä­ter im Vi­sier ist, war ges­tern nicht zu klä­ren. In­zwi­schen hat sich der Sta­tus des Ver­haf­te­ten ge­klärt. Nach BNN-In­for­ma­tio­nen ist er ein min­der­jäh­ri­ger un­be­glei­te­ter Flücht­ling, das Land­rats­amt ist für ihn zu­stän­dig, dort be­steht für ihn ei­ne Vor­mund­schaft seit ver­gan­ge­nen Som­mer. Laut Bür­ger­meis­ter Lenz ha­ben Stadt und So­zia­ler Di­enst so­fort „ge­eig­ne­te Maß­nah­men“er­grif­fen, um das Mäd­chen zu schüt­zen. Es wur­de in ei­ne an­de­re Ju­gend­hil­feein­rich­tung ver­legt. Da­mit soll auch, so er­fuh­ren die BNN, mit Blick auf das Um­feld des Tat­ver­däch­ti­gen die Si­cher­heit der an­de­ren Mäd­chen, die im C-Haus woh­nen, ge­währ­leis­tet wer­den. „Un­ser not­wen­di­ges Kri­sen­ma­nage­ment hat ge­grif­fen,“so Lenz, der sich nicht wei­ter zur Sa­che äu­ßern woll­te, da es sich um ei­nen Kri­mi­nal­fall hand­le. Er ha­be vol­les Ver­trau­en in den Trä­ger, be­ken­ne aber an­ge­sichts des Tat­vor­wurfs, dass „die­se Ver­ro­hung mir Sor­gen macht“.

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