Käm­me­rer muss an Rück­la­gen ran

Öl­bronn-Dürrn: Auch 2017 wird es wohl ein De­fi­zit im Ver­wal­tungs­etat ge­ben

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Öl­bronn-Dürrn (msch). Auch im Jahr 2017 wer­den die lau­fen­den Ein­nah­men der Ge­mein­de Öl­bronn-Dürrn nicht aus­rei­chen, um den Ver­wal­tungs­haus­halt aus­zu­glei­chen oder gar ei­nen Über­schuss für die In­ves­ti­tio­nen des Ver­mö­gens­haus­hal­tes zu er­mög­li­chen. Das zei­gen die Zah­len des Ent­wurfs des Haus­halts­plans für 2017, die Bür­ger­meis­ter Nor­bert Hol­me und Käm­me­rer Nor­bert Tank dem Ge­mein­de­rat in sei­ner letz­ten Sit­zung im al­ten Jahr zur Be­ra­tung vor­ge­legt ha­ben.

Ins­ge­samt sol­len 9,6 Mil­lio­nen Eu­ro be­wegt wer­den, 8,1 Mil­lio­nen da­von im Ver­wal­tungs­haus­halt. Mit 2,3 Mil­lio­nen Eu­ro bei der Ge­wer­be­steu­er und 1,9 Mil­lio­nen Eu­ro beim Ge­mein­de­an­teil an der Ein­kom­men­steu­er blei­ben die bei­den größ­ten Ein­zel­pos­ten auf der Ein­nah­me­sei­te des Ver­wal­tungs­haus­hal­tes prak­tisch auf der Hö­he von 2016. Aus dem Ver­mö­gens­haus­halt mit 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro Vo­lu­men müs­sen 271 000 Eu­ro zum Aus­gleich des Ver­wal­tungs­haus­hal­tes ab­ge­führt wer­den. Die größ­ten ge­plan­ten Ein­zel­in­ves­ti­tio­nen sind die Fort­set­zung der Rat­haus­sa­nie­rung in Dürrn (800 000 Eu­ro), die Er­neue­rung der Brun­nen­rain­stra­ße (225 000 Eu­ro) und der Berg­stra­ße (180 000 Eu­ro) so­wie ei­ne ers­te Tran­che der Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men (180 000 Eu­ro).

Um den Haus­halt 2017 zu fi­nan­zie­ren, müs­sen der Rück­la­ge noch­mals 1,28 Mil­lio­nen Eu­ro ent­nom­men wer­den. Be­reits 2016 sind 1,25 Mil­lio­nen Eu­ro aus die­sem „Spar­buch“der Ge­mein­de ab­ge­flos­sen. Zum Jah­res­en­de 2017 wird die Rück­la­ge bei plan­ge­mä­ßem Ver­lauf des Haus­halts­jah­res ei­nen Stand von noch 240 000 Eu­ro er­rei­chen.

Al­lein für die Be­treu­ung der Kin­der in Schu­le, Kin­der­gar­ten oder Hort wen­det die Ge­mein­de im Jahr 2017 ei­nen Be­trag von 1,33 Mil­lio­nen Eu­ro an lau­fen­den Kos­ten auf, in­for­mier­te Bür­ger­meis­ter Nor­bert Hol­me. Bei der Dis­kus­si­on des Ent­wurfs war man im Ge­mein­de­rat auf ei­nen eher sym­bo­lisch zu nen­nen­den Ein­spar­be­trag ge­kom­men: 20 000 Eu­ro we­ni­ger als an­ge­setzt für die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr und 5 000 Eu­ro we­ni­ger bei der „Lärm­ak­ti­ons­pla­nung“.

Et­was schwe­rer wiegt da schon die auf Ba­sis der neu­es­ten Zah­len um 40 000 Eu­ro ge­rin­ge­re Zah­lungs­be­las­tung bei der Kreis­um­la­ge. Die­sem so um 65 000 Eu­ro „ver­bes­ser­ten“Plan­ent­wurf gab der Rat sei­ne Zu­stim­mung. Die Ver­ab­schie­dung des Haus­halts­plans soll in der Ja­nu­ar-Sit­zung er­fol­gen. Im Ge­gen­satz zum Kern­haus­halt der Ge­mein­de, wo die Schul­den ver­gleichs­wei­se ge­rin­ge 735 000 Eu­ro be­tra­gen, steht der Ei­gen­be­trieb Was­ser­ver­sor­gung mit fast 2,9 Mil­lio­nen Eu­ro in der Krei­de.

Auch für 2017 sieht der Ent­wurf des Wirt­schafts­plans für den Was­ser­be­trieb ei­ne wei­te­re Kre­dit­auf­nah­me in Hö­he von 220 000 Eu­ro vor. Es be­steht al­ler­dings be­reits jetzt ei­ne be­rech­tig­te Chan­ce, dass hier­auf zu­min­dest teil­wei­se ver­zich­tet wer­den kann. Denn zu den In­ves­ti­ti­ons­pro­jek­ten 2017 zählt auch die Er­neue­rung der Was­ser­lei­tung von Öl­bronn ins Ge­wer­be­ge­biet „Er­len“. Die ist im Haus­halt mit 400 000 Eu­ro ver­an­schlagt. In der Sit­zung konn­te je­doch die Bau­maß­nah­me für brut­to 268 000 Eu­ro an ein Bau­un­ter­neh­men aus Maul­bronn ver­ge­ben wer­den. An der Aus­schrei­bung hat­ten sich zwölf Un­ter­neh­men be­tei­ligt.

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