Ab­stand hal­ten ist der bes­te Schutz

Pforzheimer Kurier - - MENSCH UND MEDIZIN -

In den Win­ter­mo­na­ten ha­ben No­ro­vi­ren Hoch­sai­son. Zu den Sym­pto­men zäh­len Durch­fall und Er­bre­chen. Wenn ei­nen das Ma­gen-Darm-Vi­rus er­wischt hat, soll­te man zwei Ta­ge nach Ab­klin­gen der Sym­pto­me noch zu Hau­se blei­ben – das ver­rin­gert die Ge­fahr ei­ner wei­te­ren Aus­brei­tung. Dar­auf weist die Deut­sche Ge­sell­schaft für Gas­tro­en­te­ro­lo­gie, Ver­dau­ungs- und Stoff­wech­sel­krank­hei­ten (DGVS) hin.

Au­ßer­dem soll­ten Be­trof­fe­ne auch nach der Er­kran­kung be­son­ders sorg­fäl­tig auf die Hy­gie­ne ach­ten, weil der Kör­per die Vi­ren noch ein bis zwei Wo­chen lang aus­schei­det. Der wirk­sams­te Schutz ist häu­fi­ges und gründ­li­ches Hän­de­wa­schen.

Schon ei­ne ge­rin­ge Men­ge von Vi­ren reicht aus, um sich an­zu­ste­cken. Die Er­re­ger wer­den durch di­rek­ten Kon­takt mit Er­krank­ten, durch Tröpf­chen in der Luft oder ver­un­rei­nig­te Ober­flä­chen über­tra­gen, vor al­lem dort, wo vie­le Men­schen auf en­gem Raum zu­sam­men sind.

Letz­te­res ist nicht nur im Win­ter und nicht nur im ei­ge­nen Haus­halt der Fall, son­dern bei­spiels­wei­se auch auf Rei­sen. Das Cen­trum für Rei­se­me­di­zin (CRM) rät des­halb auch in Ho­tels, auf Kreuz­fahrt­schif­fen so­wie in Bus­sen, Bah­nen und Flug­zeu­gen zur Vor­sicht.

Be­trof­fe­ne ha­ben meist Durch­fall und müs­sen sich über­ge­ben, das ent­zieht dem Kör­per Was­ser und Elek­tro­ly­te. Des­halb soll­te man viel trin­ken – am bes­ten ver­dünn­te Säf­te, Brü­he oder ge­zu­cker­ten Tee. Bei Kin­dern un­ter fünf Jah­ren und Se­nio­ren kann die Er­kran­kung nach An­ga­ben der DGVS schwe­rer ver­lau­fen. Geht ein Be­trof­fe­ner zum Arzt oder in ei­ne Kli­nik, ist es wich­tig, dort vor­her Be­scheid zu sa­gen, da­mit an­de­re Pa­ti­en­ten vor ei­ner An­ste­ckung ge­schützt wer­den kön­nen. An­ge­hö­ri­ge von Be­trof­fe­nen soll­ten Ab­stand hal­ten, so gut es geht und mög­lichst nicht die sel­be Toi­let­te be­nut­zen wie der Kran­ke. Beim Wa­schen von Klei­dung oder Hand­tü­chern, die der Er­krank­te ge­tra­gen be­zie­hungs­wei­se be­nutzt hat, soll­te man Ein­mal­hand­schu­he tra­gen. Das gilt auch beim Put­zen des Kran­ken­zim­mers und ge­mein­sam ge­nutz­ter Räu­me.

Lei­der kann man beim Put­zen noch so gründ­lich sein: No­ro­vi­ren sind hart­nä­ckig und über­ste­hen laut DGVS Tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen mi­nus 20 bis plus 60 Grad – und sind ge­gen­über vie­len Des­in­fek­tio­nen un­emp­find­lich. Ele­na Zel­le

Klein­kin­der und Se­nio­ren be­son­ders ge­fähr­det

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