Für Glücks­su­cher und Tak­ti­ker

Pforzheimer Kurier - - HOBBY UND FREIZEIT -

Auf der Su­che nach ei­nem Ge­schenk für Weih­nach­ten? Die Aus­wahl an Kin­der-, Fa­mi­li­en- und Par­ty­spie­len ist rie­sig, der Ori­en­tie­rungs­be­darf ist groß. Un­se­re Mit­ar­bei­te­rin Tan­ja Lieb­mann stellt emp­feh­lens­wer­te Neu­hei­ten vor.

Was für ein Zu­fall

Hui, wie span­nend: Wird sich die lau­ni­sche Fle­der­maus auf­re­gen oder nicht? Ein bis drei Mal kön­nen die Spie­ler auf die ro­te Zun­ge des bat­te­rie­be­trie­be­nen und mit Zu­falls­me­cha­nik aus­ge­stat­te­ten Plas­tik­tiers drü­cken und dem­ent­spre­chend ein bis drei Edel­stei­ne be­kom­men. Wie oft ein Spie­ler drü­cken will, ist ihm über­las­sen. Bleibt Flip­pi Flat­ter ru­hig, ist die Be­loh­nung si­cher. Wer al­ler­dings Pech hat, löst beim Drü­cken Alarm aus und die Flü­gel von Flip­pi be­gin­nen wild zu flat­tern. Die Flat­ter­or­gie lässt sich zwar schnell wie­der stop­pen, doch wer sie aus­ge­löst hat, be­kommt nichts und muss obend­rein ei­nen Edel­stein ab­ge­ben. Lus­tig!

Ra­vens­bur­ger. 2–4 Spie­ler ab 4 Jah­ren, ca. 15 Mi­nu­ten, ca. 40 Eu­ro.

Bluf­fen bis zum letz­ten Klecks

Wer legt die ent­schei­den­de letz­te Farb­kar­te und be­kommt da­mit das Geld für das Kunst­werk? Um die­se Fra­ge geht es bei „Mo­na Kleck­sa“. Da je­der Spie­ler im­mer fünf Kar­ten auf der Hand hat und so­wohl ei­ne als meh­re­re Kar­ten aus­spie­len kann, ist der Zahl­tag nicht vor­her­seh­bar. Obend­rein gibt es zwei Abla­ge­mög­lich­kei­ten. Wel­che Farb­kar­ten wo hin­ge­legt wer­den dür­fen, wann die Wer­tung er­folgt und ein neu­es Kunst­werk mit Far­ben zu „be­die­nen“ist, wird in der An­lei­tung sehr gut er­klärt. Knif­fe­lig ist: Wel­che Kar­ten hal­ten die Mit­spie­ler zu­rück? Bluf­fen sie? Und wel­che Kar­ten zie­hen sie nach? Hell­se­hen müss­te man kön­nen – und viel Glück ha­ben. Dann wä­re der Sieg si­cher.

Space Bud­dies. 2–4 Spie­ler ab 8 Jah­ren, ca. 15 Mi­nu­ten, ca. 17 Eu­ro.

Fa­mi­li­en­spiel mit An­spruch

Ein rund­um ge­lun­ge­nes Stra­te­gie­spiel ab­zu­spe­cken und es auf die­se Wei­se noch mehr Men­schen zu­gäng­lich zu ma­chen, hat Charme. Bei „Ag­ri­co­la. Fa­mi­li­en­spiel“ist dem Au­tor Uwe Rosenberg das Ab­spe­cken gut ge­lun­gen. Doch Ach­tung: Noch im­mer gibt es vie­le Re­geln, noch im­mer ha­ben die Spie­ler vie­le Hand­lungs­mög­lich­kei­ten, und so manch ein un­ge­üb­ter Ge­le­gen­heits­spie­ler wird die Fa­mi­li­en­ver­si­on des preis­ge­krön­ten Ori­gi­nals noch im­mer als recht kom­plex emp­fin­den. Spiel­erfah­re­ne Fa­mi­li­en hin­ge­gen freu­en sich, für sieg­träch­ti­ge Punk­te Bau­ern­hö­fe auf­bau­en, Ge­trei­de ern­ten, Vieh züch­ten und vie­les mehr tun zu kön­nen. Fa­zit: At­trak­tiv für al­le, die vor An­spruchs­vol­lem nicht zu­rück­schre­cken.

Look­out Spie­le. 1–4 Spie­ler ab 8 Jah­ren, ca. 45 Mi­nu­ten, ca. 30 Eu­ro.

Bil­der im Kopf

Das Spiel­ma­te­ri­al von „Ima­gi­ne“macht neu­gie­rig. Was hat es mit den 60 trans­pa­ren­ten Mo­tiv­kar­ten auf sich? Ant­wort: Sie dür­fen be­lie­big kom­bi­niert, über­ein­an­der­ge­legt, ab­ge­deckt und sonst wie be­wegt wer­den. Im Ide­al­fall ent­steht im Kopf der Ra­ten­den beim Blick auf die Fi­gu­ren, Ge­gen­stän­de, Stri­che, For­men und sons­ti­ge Mo­ti­ve zei­gen­den Kar­ten ex­akt das glei­che Bild, das der Er­klä­rer beim Le­gen der Kar­ten im Kopf hat – et­wa ein Schnee­mann, Müll­ei­mer oder Tret­boot. Hört sich schwie­rig an? Ist es zum Teil auch, und so­wohl Ra­ten­den als auch Er­klä­rern wird sehr viel Krea­ti­vi­tät und Vor­stel­lungs­ver­mö­gen ab­ver­langt. Ei­ne ech­te Her­aus­for­de­rung.

Huch! & Fri­ends. 3–8 Spie­ler ab 12 Jah­ren, ca. 30 Mi­nu­ten, ca. 25 Eu­ro.

Te­am­work im Mais­feld

Ge­mein­sam sind wir stark. „Mi­no & Tau­ri“ver­mit­telt den Spie­lern ge­nau die­se Bot­schaft, denn selbst in der Wett­be­werbs­va­ri­an­te gilt es, sich gut mit sei­nem Ge­gen­über ab­zu­stim­men. Wo­zu? Nun, Mi­no und Tau­ri ha­ben in ei­nem Labyrinth di­ver­se Ge­gen­stän­de ver­lo­ren. Das beid­sei­tig mit un­ter­schied­li­chen We­gen be­druck­te Labyrinth wird als Spiel­plan senk­recht zwi­schen zwei Hal­te­run­gen in der Schach­tel an­ge­bracht. Bei­de Fi­gu­ren „kle­ben“mit­tels Ma­gnet an­ein­an­der und „ge­hö­ren“je­weils ei­nem Spie­ler. Der Clou ist: Nur, wenn sich die Spie­ler ab­spre­chen, in wel­che Rich­tung mal der ei­ne und mal der an­de­re Spie­ler sei­ne Fi­gur zieht, ge­lingt das Über­win­den von Hin­der­nis­sen und das Ein­sam­meln der Ge­gen­stän­de im Wett­ren­nen ge­gen die Zeit.

Ami­go. 2–4 Spie­ler ab 6 Jah­ren, ca. 15 Mi­nu­ten, ca. 30 Eu­ro.

Quiz­zen wie die Bri­ten

In wel­cher Stadt steht der höchs­te Kirch­turm Deutsch­lands? Was ist ein Hor­ny­phon? Und was ist der „Club 27“? Das sind nur drei der 750 Fra­gen, die es bei „Kn­ei­pen­quiz – das Ori­gi­nal“zu be­ant­wor­ten gilt. Ge­lun­gen ist, dass die Spie­ler die Fra­gen ge­mein­sam im Team be­ant­wor­ten und vier ima­gi­nä­re Geg­ner eben­falls die Chan­ce ha­ben, in Rich­tung Ziel zu zie­hen. Wel­cher Geg­ner wie vie­le Schrit­te ge­hen darf, hängt mit Plätt­chen zu­sam­men, de­ren An­ord­nung das Team be­stimmt. Sprich: Um zu ge­win­nen, ist nicht nur die rich­ti­ge Ant­wort ge­fragt, son­dern auch die rich­ti­ge Tak­tik beim An­ord­nen der Plätt­chen.

Mo­ses. 3–6 Spie­ler ab 16 Jah­ren, ca. 30 Mi­nu­ten, ca. 25 Eu­ro.

Foto: Ra­vens­bur­ger

WE­HE, WENN SIE GE­WECKT: Setzt sich die Fle­der­maus in Be­we­gung, kos­tet das den Ver­ur­sa­cher et­was.

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