An­ge­merkt

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Beim Kon­flikt zwi­schen Al­na­tu­ra und dm geht es – so viel dürf­te ge­wiss sein – nicht nur um die In­ter­es­sen von zwei Un­ter­neh­men. Es schwingt auch ei­ne per­sön­li­che No­te mit, weil die Prot­ago­nis­ten Götz W. Werner (dm) und Götz Rehn (Al­na­tu­ra) mit­ein­an­der ver­schwä­gert sind. Und da nicht al­le De­tails qua­si pres­se­öf­fent­lich auf den Tisch kom­men, fällt ei­ne de­fi­ni­ti­ve Be­wer­tung des Ro­sen­kriegs schwer.

Image­för­dernd ist die Dau­er-Feh­de aber ge­wiss nicht. So­wohl dm als auch Al­na­tu­ra ge­nie­ßen beim Ver­brau­cher prin­zi­pi­ell ei­nen ex­zel­len­ten Ruf. Da ir­ri­tiert den Kon­su­men­ten der Knatsch, zu­mal er sich schon seit Mo­na­ten hin­zieht.

Ver­nünf­tig wä­re es, das Ur­teil des Land­ge­richts Darm­stadt zu ak­zep­tie­ren. dm und Al­na­tu­ra soll­ten in Ru­he ge­trenn­te We­ge ge­hen. So wie im Pri­va­ten ei­ne Ehe schei­tern kann, lohnt es doch, die ge­mein­sam er­leb­ten gu­ten Zei­ten für sich ste­hen zu las­sen. Al­na­tu­ra ist dank dm groß und selbst­stän­dig ge­wor­den – und dm kommt al­le­mal oh­ne den eins­ti­gen Schütz­ling klar. Dirk Neu­bau­er

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