Gen­ti­lo­ni folgt Ren­zi

Ita­li­ens Prä­si­dent er­nennt neu­en Pre­mier­mi­nis­ter

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Rom (dpa). Die Re­gie­rungs­kri­se in Ita­li­en ist mit der Er­nen­nung ei­nes Nach­fol­gers von Mi­nis­ter­prä­si­dent Mat­teo Ren­zi bei­ge­legt. Staats­prä­si­dent Ser­gio Mat­ta­rel­la be­auf­trag­te ges­tern den bis­he­ri­gen Au­ßen­mi­nis­ter Pao­lo Gen­ti­lo­ni nach 48-stün­di­gen Son­die­rungs­ge­sprä­chen mit der Bil­dung ei­ner neu­en Re­gie­rung.

Der 62 Jah­re al­te So­zi­al­de­mo­krat muss nun ei­ne Lis­te von Mi­nis­tern zu­sam­men­stel­len und zur Ve­rei­di­gung zu Mat­ta­rel­la zu­rück­keh­ren. Dann müs­sen bei­de Par­la­ments­kam­mern Gen­ti­lo­ni in ei­nem Ver­trau­ens­vo­tum be­stä­ti­gen, was als ge­setzt gilt. Das Pro­ze­de­re dürf­te in­ner­halb we­ni­ger Ta­ge ab­ge­schlos­sen sein. „Ich bin mir der Dring­lich­keit be­wusst, Ita­li­en ei­ne Re­gie­rung in ih­rer vol­len Stär­ke zu ge­ben, um un­se­re Mit­bür­ger zu be­ru­hi­gen und um mit der größ­ten Ver­bind­lich­keit, der größ­ten Ent­schlos­sen­heit den in­ter­na­tio­na­len, wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Her­aus­for­de­run­gen zu be­geg­nen“, sag­te Gen­ti­lo­ni nach dem Tref­fen mit Mat­ta­rel­la in Rom. Lan­ge Be­stand wird die neue Re­gie­rung al­ler Vor­aus­sicht nach nicht ha­ben. Fast al­le Par­tei­en for­dern Neu­wah­len.

RE­GIE­RUNGS­KRI­SE GE­LÖST: Pao­lo Gen­ti­lo­ni wur­de ges­tern zum neu­en Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Ita­li­ens er­nannt. Fo­to: AFP

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