Die drei­fa­che Dahl­mei­er

Nach Sie­gen in Sprint und Ver­fol­gung tri­um­phiert die Welt­cup-Spit­zen­rei­te­rin auch mit der Staf­fel

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Po­klju­ka (sid). Lau­ra Dahl­mei­er sprang vor Freu­de in die Luft und fei­er­te mit ih­ren Team­kol­le­gin­nen aus­ge­las­sen den krö­nen­den Ab­schluss ei­ner per­fek­ten Wo­che: Nach den Ein­zel­sie­gen in Sprint und Ver­fol­gung führ­te Deutsch­lands bes­te Bi­ath­le­tin beim Welt­cup in Po­klju­ka auch die DSV-Staf­fel zum Sieg. Dank der über­ra­gen­den Dahl­mei­er tri­um­phier­te das deut­sche Quar­tett vor Frank­reich und der Ukrai­ne und be­en­de­te da­mit ei­ne lan­ge Durst­stre­cke.

„Das war ein bru­tal schö­nes Ren­nen und hat rich­tig viel Spaß ge­macht“, sag­te Dahl­mei­er nach dem ers­ten deut­schen Staf­fel­sieg seit dem 13. März 2015: „Ich war to­tal lo­cker und su­per gut drauf. Ich ha­be ge­wusst, dass mir der letz­te Teil der Run­de gut liegt.“Und ge­nau dort setz­te Dahl­mei­er den ent­schei­den­den An­griff. Bei ei­ner ra­san­ten Ab­fahrt nahm sie ge­nü­gend Schwung mit, um der Fran­zö­sin Ma­rie Do­rin-Ha­bert zu ent­ei­len. „Ich hat­te auch echt gu­tes Ma­te­ri­al“, sag­te Dahl­mei­er, „es hat wun­der­bar funk­tio­niert.“Am En­de lag die For­ma­ti­on des Deut­schen Ski­ver­ban­des (DSV) mit Va­nes­sa Hinz (Schlier­see), Fran­zis­ka Hil­de­brand (Claust­halZel­ler­feld) Ma­ren Ham­mer­schmidt (Win­ter­berg) und Dahl­mei­er nach 4x6 Ki­lo­me­tern und neun Nach­la­dern 10,1 Se­kun­den vor Frank­reich. Dahl­mei­er ge­lang da­mit auch das sel­te­ne Kunst­stück, al­le Ren­nen ei­ner ein­zel­nen Welt­cup-Ver­an­stal­tung zu ge­win­nen. Aus Deutsch­land hat­te das „Triple“zu­letzt Si­mo­ne Haus­wald im März 2010 in Os­lo ge­schafft.

Stark lie­fen und schos­sen auch die DSV-Män­ner. Mit Si­mon Sch­empp aus Uhin­gen als Schluss­läu­fer er­klet­ter­te das Team das Po­dest auf Rang drei – das war im ers­ten Staf­fel­ren­nen der Sai­son zu­letzt 2007 ge­lun­gen. In der For­ma­ti­on Erik Les­ser (Fran­ken­hain), Mat­thi­as Dor­fer (Mar­zoll), Be­ne­dikt Doll (Breit­nau) und Sch­empp be­trug der Rück­stand auf Sie­ger Frank­reich nach 4x7,5 Ki­lo­me­tern und elf Nach­la­dern 21,5 Se­kun­den. Da­bei wä­re durch­aus noch mehr als der drit­te Platz mög­lich ge­we­sen, denn Sch­empp hat­te als Zwei­ter die Ver­fol­gung des fran­zö­si­schen Do­mi­na­tors Mar­tin Four­ca­de in An­griff ge­nom­men. Wäh­rend Four­ca­de al­ler­dings feh­ler­frei blieb und ein­sam dem Sieg ent­ge­gen lief, muss­te Sch­empp den rus­si­schen Schluss­mann An­ton Schi­p­u­lin pas­sie­ren las­sen. Der Olym­pia­sie­ger er­reich­te 15,7 Se­kun­den hin­ter Frank­reich das Ziel.

„Ich ha­be al­les ver­sucht und noch ge­hofft, Schi­p­u­lin zu ho­len. Lei­der ha­be ich den An­schluss nicht ge­schafft. Aber im­mer­hin sind wir mit ei­nem Po­di­um in die Sai­son ge­star­tet“, sag­te Sch­empp. Der 28-Jäh­ri­ge be­nö­tig­te für sei­ne zehn Tref­fer ei­nen Nach­la­der. Bes­ter Deut­scher am Schieß­stand war al­ler­dings der Neu­ling im Team. Dor­fer (23), der für den ge­schon­ten Ex-Welt­meis­ter Arnd Peif­fer in die Mann­schaft ge­rückt war, blieb oh­ne Fehl­schuss. „Die Ju­gend muss vor­an. Be­wäh­rungs­pro­ben sind da­für da, um sie zu meis­tern“, be­grün­de­te Män­ner-Bun­des­trai­ner Mark Kirch­ner Dor­fers No­mi­nie­rung. Und der war froh, dass al­les glatt lief. „Ich ha­be nicht so gut ge­schla­fen und war ziem­lich auf­ge­regt“, sag­te Dor­fer, der in Po­klju­ka sein Welt­cup-De­büt fei­er­te.

Män­ner-Staf­fel aus Deutsch­land auf Rang drei

FAST JE­DER SCHUSS EIN TREF­FER: Bi­ath­le­tin Lau­ra Dahl­mei­er (links) hat beim Welt­cup im slo­we­ni­schen Po­klju­ka mit ein­drucks­vol­len Sie­gen ih­re Füh­rung in der Ge­samt­wer­tung aus­ge­baut. Fo­to: AFP

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