Nicht zu be­zwin­gen

Shif­frin im Sla­lom un­schlag­bar / Neu­reu­thers Ein­fäd­ler ver­ha­gelt DSV-Bi­lanz

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Se­strie­re/Val d’Isè­re (dpa). Sla­lom­fah­re­rin Mi­kae­la Shif­frin bleibt in ih­rer Pa­ra­de­dis­zi­plin un­schlag­bar. Die USA­me­ri­ka­ne­rin ge­wann ges­tern den Welt­cup in Se­strie­re und da­mit sai­son­über­grei­fend das elf­te Ren­nen, bei dem sie am Start war. Die deut­schen Ath­le­tin­nen lan­de­ten erst­mals in die­sem Win­ter nicht un­ter den Top 15 in ei­nem Sla­lom, auch wenn es drei DSV-Fah­re­rin­nen in die Punk­te schaff­ten: Chris­ti­na Gei­ger wur­de 18., Ma­ri­na Wall­ner 19., und Mar­le­ne Sch­motz lan­de­te auf dem 23. Platz. Die Män­ner des Deut­schen Ski­ver­ban­des (DSV) be­klag­ten der­weil das schlech­tes­te Sla­lom-Re­sul­tat in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren.

Ent­spre­chend sau­er war Fe­lix Neu­reu­ther. „Ein­ge­fä­delt, vor­bei“, lau­te­te sei­ne Zu­sam­men­fas­sung des Renn­ta­ges in Val d’Isè­re. Beim ers­ten Sai­son­sieg von Hen­rik Kristof­fer­sen aus Nor­we­gen gab es für den bes­ten deut­schen Ski­renn­fah­rer gar kei­ne Punk­te. Li­nus Stra­ßer war ges­tern als 16. der er­folg­reichs­te DSVAth­let und ver­buch­te per­sön­lich ein Er­folgs­er­leb­nis – die Bi­lanz ret­ten konn­te er aber nicht. Seit Ja­nu­ar 2012, als es beim Sla­lom in Schlad­ming kein Deut­scher in die Punk­te ge­schafft hat­te, wa­ren die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stets be­stän­dig star­ken Tech­ni­ker nicht mehr mit we­ni­ger Zäh­ler von ei­nem Welt­cup-Ren­nen ab­ge­reist. Nach dem mit spä­ten Feh­lern knapp ver­pass­ten Po­dest tags zu­vor im Rie­sen­sla­lom, als Neu­reu­ther und Ste­fan Luitz Vier­ter und Fünf­ter wur­den, en­de­te der Trip nach Frank­reich für das Team mit ei­ner Ent­täu­schung. „Wir ha­ben re­la­tiv vie­le Mög­lich­kei­ten lie­gen las­sen an die­sem Wo­che­n­en­de“, sag­te Bun­des­trai­ner Ma­thi­as Bert­hold. „Na­tür­lich ist je­der nach so ei­nem Ren­nen ein biss­chen frus­triert, das ist kei­ne Fra­ge“, mein­te Bert­hold, be­ton­te aber: „Man muss es ein­fach rea­lis­tisch se­hen: Wenn Fe­lix ein­fä­delt, als ein­zi­ger, der vor­ne mit­fährt im Mo­ment, dann hast du halt kein Er­geb­nis.“

Bei Shif­frin da­ge­gen stim­men die Re­sul­ta­te. „Ich will nur mei­nen Spaß ha­ben“, sag­te die 21-Jäh­ri­ge im ita­lie­ni­schen Win­ter­sport­ort Se­strie­re, nach­dem sie Ve­ro­ni­ka Ve­lez Zu­zul­o­va aus der Slo­wa­kei (+1,09 Se­kun­den) und die Schwei­ze­rin Wen­dy Hol­de­ner (+1,21) vor al­lem im zwei­ten Lauf de­klas­siert hat­te. Ins­ge­samt fei­er­te die Welt­meis­te­rin und Olym­pia­sie­ge­rin den 23. Welt­cup-Er­folg ih­rer noch jun­gen Kar­rie­re. „Ich will mich selbst un­ter­hal­ten und gut Ski­fah­ren“, mein­te Shif­frin la­pi­dar.

Le­na Dürr schied als zu­letzt bes­te deut­sche Sla­lom-Sport­le­rin im zwei­ten Durch­gang aus – sie hat­te jüngst noch in Kil­ling­ton als Sechst­plat­zier­te über­zeugt.

EI­NE SLA­LOM-KLAS­SE FÜR SICH: Mi­kae­la Shif­frin ließ die Kon­kur­renz in Se­strie­re deut­lich hin­ter sich. Fo­to: AFP

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