Mit der Brech­stan­ge

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Tat­ort: Dun­kel­feld“(So. Das Ers­te): Was pas­siert, wenn ein Er­mitt­ler in sei­ner Funk­ti­on als Fa­mi­li­en­mit­glied hoch und hei­lig ver­spricht, die Ar­beit ein­mal ru­hen zu las­sen, um bei ei­ner wich­ti­gen Fa­mi­li­en­fei­er da­bei zu sein? Rich­tig: Es kommt der ent­schei­den­de An­ruf, der al­le gu­ten Vor­sät­ze zu­nich­te macht. So geht es auch der Kom­mis­sa­rin Ni­na Ru­bin (Me­ret Be­cker), die sich auf die Su­che nach dem ver­schwun­de­nen Part­ner Ro­bert Ka­row (Mark Wasch­ke) macht, an­statt bei der Bar-Miz­wa-Fei­er ih­res Soh­nes Kal­eb da­bei zu sein. Im Fol­gen­den hält die Ins­ze­nie­rung von Chris­ti­an von Ca­s­tel­berg den Zu­schau­er auf den Lau­fen­den über den Fort­gang der jü­di­schen Fei­er, wäh­rend par­al­lel da­zu ge­zeigt wird, wie Ka­row in der Ge­walt von Gangs­tern übelst trak­tiert wird, um ihm ei­ne Aus­sa­ge über den Ver­bleib ei­nes Han­dy­vi­de­os zu ent­lo­cken, das die Wahr­heit über den Mord an sei­nem Kol­le­gen zeigt.

Mit der Brech­stan­ge hat Au­tor Ste­fan Kol­ditz die Ge­schich­te um Ka­rows du­bio­se Ver­gan­gen­heit zu ei­nem En­de und zu ei­ner Auf­lö­sung ge­bracht, und mit der Brech­stan­ge wird auch auf Ka­row ein­ge­schla­gen, der das aber weg­steckt, wie un­ser­eins ei­nen Tritt vors Schien­bein. Die­ser „Tat­ort“ist ein Witz, aber kein gu­ter. pe­ko

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