So­te­ras-Merz fasst sich ein Herz

In der Schluss­mi­nu­te er­zielt die TGS Pforz­heim den Sieg­tref­fer bei der TSG Haß­loch

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Jür­gen Au­ten­rieth

Haß­loch/Pforz­heim. Der Win­kel war sehr un­güns­tig. Fe­li­pe So­te­ras-Merz nahm sich in der Schluss­mi­nu­te den­noch ein Herz und warf. Der Ball fand den Weg ins Tor der TSG Haß­loch und die Dritt­li­ga-Hand­bal­ler der TGS Pforz­heim ju­bel­ten über ei­nen 25:24(13:13)-Aus­wärts­er­folg.

„Das war ein glück­li­cher Sieg, aber wir ha­ben ihn uns auch red­lich ver­dient“, sag­te Wolf­gang Taa­fel nach der span­nen­den so­wie hart um­kämpf­ten aber stets fai­ren Par­tie im Haß­lo­cher Sport­zen­trum. „Wir hat­ten uns nicht viel aus­ge­rech­net“, er­klär­te der TGS-Ab­tei­lungs­lei­ter, der in Schluss­mann Da­ni­el Sdu­n­ek, Tor­jä­ger Mar­tin Ki­enz­le, Ev­ge­ny Pra­so­l­ov, Michal Wy­so­kin­ski so­wie Ha­gen Kör­ner fünf Stamm­kräf­te er­set­zen muss­te. „Mei­ne gro­ße Sor­ge war, dass am En­de die Kraft nicht reicht.“

Doch die A-Ju­gend­li­chen Lu­kas Salz­see­ler, Finn Ma­loleps­zy so­wie Tor­hü­ter Ke­vin Schick – sie drück­ten den Al­ters­durch­schnitt auf 22 Jah­re – hiel­ten dem Druck stand. „Die Jun­gen ha­ben sich be­währt und ge­zeigt, dass sie den Sprung in die ers­te Mann­schaft schaf­fen kön­nen. Die­se Er­kennt­nis neh­me ich ger­ne mit“, freu­te sich Taa­fel und er­gänz­te: „Das war bis­her das jüngs­te Team, das wir in der Drit­ten Li­ga auf­ge­bo­ten ha­ben.“

In der ers­ten Halb­zeit konn­te sich die Turn­ge­sell­schaft vor al­lem auf den sechs­fa­chen Tor­schüt­zen Fi­lip Pr­sa und ei­ne en­ga­gier­te Ab­wehr­ar­beit ver­las­sen. Mit 8:5 (17. Spiel­mi­nu­te) führ­ten die Gäs­te, doch nach ei­ner Aus­zeit ka­men die Gast­ge­ber wie­der her­an und la­gen beim 12:11 (25.) erst­mals vor­ne. Als Haß­loch im zwei­ten Ab­schnitt auf 18:15 (39.) da­von­ge­zo­gen war, schien sich Taa­fels Sor­ge zu be­wahr­hei­ten. „Wir ha­ben uns aber wie­der zu­rück­ge­kämpft. Die Ab­wehr stand wie­der sta­bi­ler und vor al­lem be­weg­li­cher“, be­grün­de­te Taa­fel die Wen­de. Nach dem 18:18 (42.) rann­ten die Pforz­hei­mer im­mer ei­nem Tref­fer der Haß­lo­cher hin­ter­her, ehe So­te­rasMerz für den Ju­bel im TGS-La­ger sorg­te. Auf­re­gung gab es noch beim Schluss­pfiff. Da­vor Sruk soll ei­nen Geg­ner zu Fall ge­bracht ha­ben. Wäh­rend die Haß­lo­cher ve­he­ment ei­nen Straf­wurf for­der­ten, be­lie­ßen es die Schieds­rich­ter bei ei­nem Frei­wurf, der ver­ge­ben wur­de.

Die TGS Pforz­heim er­war­tet nun am Sams­tag (19 Uhr) die SG Kön­d­rin­gen/ Te­nin­gen. Mit zwei wei­te­ren Punk­ten kann sich die Mann­schaft von Trai­ner And­rej Kli­mo­vets im obe­ren Ta­bel­len­drit­tel fest­set­zen, ehe dann am 14. Ja­nu­ar 2017 – nach der Pau­se – die SG Nuß­loch zum Spit­zen­spiel kommt.

TGS Pforz­heim: Bin­der, Schick – Pr­sa 6, Ki­kil­lus 6/2, Bo­schen 4, So­te­rasMerz 3, Sruk 2, J. Rost 2, Taa­fel 1, Ma­loleps­zy 1, F. Rost, Dyk­ta, Salz­see­ler.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.