Bei­trag zum so­li­den Haus­halt

Ge­mein­de­rat plant Er­hö­hung der Park­ge­büh­ren auf städ­ti­schen Stell­plät­zen

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Gün­ther Kopp

Wenn es dar­um geht, zu­sätz­li­ches Geld in die Stadt­kas­se zu be­kom­men, um den Haus­halt zu kon­so­li­die­ren, blei­ben auch die Au­to­fah­rer, die ihr Fahr­zeug auf städ­ti­schen Flä­chen par­ken, nicht ver­schont. Vor­aus­sicht­lich ab 15. Ja­nu­ar 2017 müs­sen sie tie­fer in die Ta­sche grei­fen. De­tails zur neu­en Park­ge­büh­ren­sat­zung will der Ge­mein­de­rat in sei­ner öf­fent­li­chen Sit­zung am mor­gi­gen Di­ens­tag (Be­ginn um 15.30 Uhr im Rat­haus am Markt­platz) fest­le­gen. Aus ei­ner Vor­la­ge der Stadt­ver­wal­tung geht her­vor, dass künf­tig mit jähr­li­chen Mehr­ein­nah­men in Hö­he von 500 000 Eu­ro ge­rech­net wird. Die letz­te Ge­büh­ren­an­he­bung trat zum 1. Au­gust 2011 in Kraft.

Ur­sprüng­lich ging der Ge­mein­de­rat da­von aus, dass die Park­ge­bühr um 50 Cent pro St­un­de an­ge­ho­ben wird. 50 Cent des­halb, weil die Stadt an der Stü­cke­lung 50-Cent-, Ein-Eu­ro- und ZweiEu­ro-Mün­ze fest­hal­ten will. Ei­ne Frei­ga­be an­de­rer Mün­zen wür­de zu Per­so­nal­mehr­be­darf beim Tief­bau­amt für die Ent­lee­rung der Geld­kas­set­ten und da­mit zu ei­ner Kos­ten­stei­ge­rung füh­ren, so die Stadt­ver­wal­tung.

Da im Bür­ger­meis­ter­amt Wert dar­auf­ge­legt wird, dass das Kurz­zeit­par­ken wei­ter ge­stärkt wird, um ei­ne bes­se­re Fre­quen­tie­rung der öf­fent­li­chen Park­flä­chen zu ge­währ­leis­ten, wur­de ei­ne dif­fe­ren­zier­te Ge­büh­ren­staf­fe­lung aus­ge­ar­bei­tet. Der Haupt­aus­schuss hat be­reits Zu­stim­mung si­gna­li­siert.

In Ta­rif­zo­ne 1 – da­bei han­delt es sich um Stra­ßen im Stadt­kern wie Wald­stra­ße, Schloss­platz, Wald­horn­stra­ße oder Kai­ser­stra­ße – soll die be­ste­hen­de Ge­bühr von 50 Cent für bis zu 15 Mi­nu­ten bei­be­hal­ten wer­den. Die Ge­büh­ren da­nach bis zu 30 Mi­nu­ten be­tra­gen 1,50 Eu­ro (bis­her ein Eu­ro), bis zu 45 Mi­nu­ten 2,00 Eu­ro (bis­her 1,50 Eu­ro), bis zu 60 Mi­nu­ten 2,50 Eu­ro (bis­her zwei Eu­ro). Die ma­xi­ma­le Park­dau­er in die­ser Zo­ne ist auf 60 Mi­nu­ten be­grenzt.

Ta­rif­zo­ne 2 be­zieht sich auf das üb­ri­ge Stadt­ge­biet. Dort bleibt die Ge­bühr für das Kurz­par­ken bis 30 Mi­nu­ten mit 50 Cent un­ver­än­dert. Eben­so die Ge­bühr für den Zei­t­raum von 30 bis 60 Mi­nu­ten mit ei­nem Eu­ro. Die Park­ge­büh­ren für die Zei­t­räu­me von 60 bis 90 Mi­nu­ten stei­gen auf zwei Eu­ro (bis­her 1,50 Eu­ro) und von 90 bis 120 Mi­nu­ten auf 2,50 Eu­ro (bis­her zwei Eu­ro).

In den Zo­nen mit der „Bröt­chen­tas­te“in Mühl­burg und Dur­lach bleibt das Kurz­par­ken bis 30 Mi­nu­ten kos­ten­frei. Auch die Ge­bühr für den Zei­t­raum von 30 bis 60 Mi­nu­ten in Hö­he von ei­nem Eu­ro soll bei­be­hal­ten wer­den. Das Par­ken von 60 bis 90 Mi­nu­ten soll künf­tig 2,50 Eu­ro (bis­her zwei Eu­ro), von 90 bis 120 Mi­nu­ten 3,50 Eu­ro (bis­her drei Eu­ro) kos­ten. Ma­xi­ma­le Park­dau­er: 120 Mi­nu­ten.

Ta­ri­fe fürs Kurz­par­ken sol­len sta­bil blei­ben

DIE PARKSCHEINAUTOMATEN sol­len um­ge­stellt wer­den. Der Ge­mein­de­rat will die Park­ge­büh­ren er­hö­hen und da­mit jähr­lich 500 000 Eu­ro mehr kas­sie­ren. Fo­to: jo­do

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