En­de für den Abi­mo­ve?

Der Ver­an­stal­ter ver­weist auf zu ho­he Kos­ten

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

PK – Im kom­men­den Jahr wird es wohl kei­nen Abi­mo­ve ge­ben. Das schreibt To­bi­as Gay, Ge­schäfts­füh­rer von „er­leb­nis­hel­den UG“, der das Event für die Abitu­ri­en­ten bis­her or­ga­ni­siert hat auf sei­ner Face­book­sei­te. Wie es 2018 aus­sieht, wis­se man al­ler­dings noch nicht. „Die­se Ent­schei­dung muss­ten wir nach Mo­na­ten aus­gie­bi­ger Pla­nung und Dis­kus­si­on mit den teil­neh­men­den Schu­len tref­fen. Wir sind da­von selbst mehr als ent­täuscht, aber letzt­lich blieb uns kei­ne an­de­re Wahl mehr“, sagt Gay.

Das Kon­zept der ver­gan­ge­nen Jah­re hät­te sich fi­nan­zi­ell und auf­wands­tech­nisch nicht mehr so um­set­zen las­sen, dass es noch in Re­la­ti­on zur Ver­an­stal­tung ge­stan­den hät­te. „Be­reits seit Mai ar­bei­te­ten wir in­ten­siv an ei­nem neu­en Kon­zept, was das Bes­te aus dem Abi­mo­ve mit der Mög­lich­keit Kos­ten ein­zu­spa­ren und die Or­ga­ni­sa­ti­on zu er­leich­tern, ver­bin­den wür­de“, schreibt Gay. Be­kommt je­de Schu­le ei­nen ei­ge­nen Last­wa­gen, sei­en das min­des­tens 68 000 Eu­ro. Die Kos­ten wür­den ste­tig stei­gen, Per­so­nal sei schwer zu fin­den. Der Abi­mo­ve sei be­reits mehr­fach kurz vor dem aus ge­stan­den „und konn­te nur durch enor­men (fi­nan­zi­el­len) Auf­wand und Zu­ge­ständ­nis­sen der Be­hör­den wei­ter­ge­führt wer­den“. Zu­dem sei­en Zah­lungs­ver­zü­ge und Zah­lungs­aus­fäl­le bei den teil­neh­men­den Schu­len ein enor­mes Pro­blem ge­we­sen, so der Ver­an­stal­ter. Ge­mein­sam mit ehe­ma­li­gen Schü­lern ha­be man ein Kon­zept ent­wi­ckelt, das nur 35 000 Eu­ro ge­kos­tet hät­te. „Der Abi­mo­ve hät­te am En­de der Wo­che, idea­ler­wei­se am frü­hen Abend statt­fin­den sol­len. Per­so­nal­pro­ble­me wä­ren hier kei­ne mehr vor­han­den ge­we­sen, durch Ge­trän­ke­ver­käu­fe hät­te auch erst­mals Geld ver­dient wer­den kön­nen. Al­les in al­lem wä­re das neue Kon­zept in vie­len Be­lan­gen mehr als po­si­tiv ge­we­sen“, er­klärt To­bi­as Gay. Die Wert­schät­zung für den Abi­mo­ve sin­ke bei den Schü­lern je­doch stark oder sei kaum noch vor­han­den. „Ei­ni­ge sind nicht be­reit für die­se Ver­an­stal­tung Geld zu be­zah­len, woll­ten aber den­noch teil­neh­men.“Man ha­be den teil­neh­men­den Schu­len Ide­en na­he­ge­legt, wie das Geld ein­ge­nom­men wer­den könn­te. „Vie­le Schu­len ha­ben die­se Vor­schlä­ge an­ge­nom­men, ei­ni­ge Schu­len ha­ben das aber igno­riert.“Das be­tref­fe nur we­ni­ge Schü­ler, je­doch sei­en die Aus­wir­kun­gen enorm.

„Uns ist die Ent­schei­dung nicht leicht ge­fal­len. Al­ler­dings ist ei­ne Fort­füh­rung des Abi­mo­ve un­ter wirt­schaft­li­chen und mo­ra­li­schen Ge­sichts­punk­ten nicht mehr mög­lich“, sagt Gay. „Wir freu­en uns, zwi­schen 2011 und 2016 an sechs Abi­mo­ves mit­ge­wirkt ha­ben zu kön­nen und sind un­glaub­lich trau­rig, dass ei­ne Tra­di­ti­on nach über 18 Jah­ren zu ster­ben droht.“Wie es 2018 aus­sieht, sei un­si­cher: „Lie­ßen sich nur 1 000 Schü­ler fin­den, die ger­ne 40 Eu­ro für solch ein Er­leb­nis be­zah­len wür­den, stün­de dem nichts mehr im Weg.“

„Die Wert­schät­zung bei den Schü­lern sinkt“

SO GEHT ES NICHT MEHR WEI­TER: Es bräuch­te ein neu­es Kon­zept, um den Abi­mo­ve am Le­ben zu er­hal­ten, sagt der Ver­an­stal­ter To­bi­as Gay. Archivfoto: eh

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