Mu­si­cal „Pe­ter Pan“be­geis­tert im Con­gres­sCen­trum El­tern und Kin­der

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

„Ich will nicht er­wach­sen sein. Ich will nicht ver­nünf­tig sein“: So be­ginnt „Pe­ter Pan – das Mu­si­cal“am Sonn­tag­nach­mit­tag im Con­gress Cen­trum Pforz­heim. Vie­le El­tern sind zu­sam­men mit ih­ren Kin­dern an­ge­reist, um die Ge­schich­te von Pe­ter Pan, der für im­mer ein Kind blei­ben möch­te, mit­zu­er­le­ben.

Wen­dy ist ein klei­nes Mäd­chen, das mit ih­ren El­tern und ih­rem Hund in Lon­don lebt. Ei­nes Abends be­gibt sie sich ins Bett und wird kur­ze Zeit spä­ter von Pe­ter Pan ge­weckt. Der sucht sei­nen Schat­ten. Pe­ter er­zählt Wen­dy, dass er aus Nim­mer­land kommt, wo nie­mals je­mand er­wach­sen wer­den muss und Wün­sche im­mer in Er­fül­lung ge­hen, wenn man nur fest ge­nug dar­an glaubt. Nach­dem Wen­dy Pe­ter des­sen Schat­ten an sei­ne Fü­ße ge­näht hat, kommt die ei­fer­süch­ti­ge Fee Tin­ker Bell durchs Fens­ter ge­flo­gen und ver­hin­dert ge­ra­de noch ei­nen Kuss der bei­den. Auf Pe­ters Vor­schlag hin, Wen­dy mit nach Nim­mer­land zu neh­men und ihr da­für das Flie­gen bei­zu­brin­gen, re­agiert Tin­ker Bell ge­reizt, stimmt aber schluss­end­lich doch zu. Auf Nim­mer­land war­ten be­reits die bei­den ver­lo­re­nen Kin­der Boh­ne und Lo­cke, de­ren An­füh­rer Pe­ter ist und für die Wen­dy die Er­satz­mut­ter spie­len soll. Nach an­fäng­li­chen Dif­fe­ren­zen rau­fen sich die In­sel­be­woh­ner zu­sam­men und kämp­fen ge­gen Käpt’n Hook, An­füh­rer der Pi­ra­ten und lang­jäh­ri­ger Feind von Pe­ter Pan.

Mit ei­nem En­sem­ble von nur sechs Schau­spie­lern und ei­ner wan­del­ba­ren Büh­nen­de­ko, die sie auch noch selbst um­bau­en, ge­lingt es dem Thea­ter Li­be­ri ein Stück auf die Büh­ne zu brin­gen, das den Kin­dern Spaß macht und trotz­dem nicht in Al­bern­heit ver­fällt. Sa­sha Bar­ne­mann passt gut in die Rol­le des Pe­ter Pan. Chris­ti­na Ste­phan ist als Fee be­zau­bernd. Auch wenn Tin­ker Bell in dem Stück so man­ches mal durch­trie­ben und be­rech­nend wirkt. Zum Bei­spiel als sie ver­sucht, Wen­dy (die von Ka­ri­na-Li­sa Pau­ritsch sehr gut ver­kör­pert wird) um­brin­gen zu las­sen. Raoul Miglio­si ist vor al­lem in sei­ner Rol­le als der Pi­rat Smee ein Hin­gu­cker. Vik­tor Sil­ves­ter Wendt­ner spielt ei­nen per­fek­ten Käpt’n Hook. Man er­kennt den Bö­se­wicht deut­lich in ihm. Er spielt ihn je­doch nicht so, dass die Kin­der Angst be­kom­men. Nu­ria Mund­ry zeigt ih­re schau­spie­le­ri­schen Qua­li­tä­ten, in­dem sie gleich zwi­schen drei Rol­len hin und her springt. Da­bei spielt sie je­de da­von glaub­haft. Wie es in Mär­chen so üb­lich ist, gibt es auch die ein oder an­de­re nicht un­be­dingt kind­ge­rech­te Sze­ne. Et­wa als Pe­ter zu Wen­dy sagt: „Ster­ben ist viel­leicht das größ­te Aben­teu­er.“

Am En­de je­doch bleibt ein schö­ner Abend, bei dem El­tern und Kin­der Spaß hat­ten. Nach der Vor­stel­lung konn­te sich je­der Au­to­gram­me von Pe­ter Pan und sei­nen Freun­den ab­ho­len. Na­tür­lich auch von Käpt’n Hook. Ron Tee­ger

Ein En­sem­ble von sechs Schau­spie­lern

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