Start­schuss für Samm­ler­ob­jekt

Fi­nanz­mi­nis­te­rin Sitz­mann prägt Fünf-Eu­ro-Stück „Tro­pi­sche Zo­ne“in Karls­ru­he

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ni­na Setz­ler i Ser­vice Er­hält­lich sind die Mün­zen un­ter www.deut­sche-samm­ler­mu­en­zen.de.

Karls­ru­he. „Wow!“, ruft Künst­le­rin Ste­fa­nie Radt­ke. Mit Schutz­hand­schu­hen holt sie ei­ne Mün­ze aus der Prä­ge­ma­schi­ne und hält sie nah vor ihr Ge­sicht. Das Geld­stück trägt Mo­ti­ve aus ih­rer Fe­der. „Sie kom­men als silb­ri­ger Ab­druck gut her­aus, das ist sehr auf­re­gend, ich ha­be Schnap­p­at­mung“, sagt Radt­ke und lacht. Nicht nur die Künst­le­rin dürf­te sich auf die­sen Mo­ment ge­freut ha­ben, son­dern auch Deutsch­lands Münz­samm­ler: In Karls­ru­he steht ei­ne der fünf deut­schen Prä­ge­an­stal­ten, die ganz be­son­de­re – näm­lich Fünf-Eu­ro-Mün­zen – her­stel­len dür­fen. Das Mo­tiv „Tro­pi­sche Zo­ne“bil­de­te nun den Auf­takt zur Fünf-Jah­res­Se­rie „Kli­ma­zo­nen der Er­de“, die sich bis 2021 um vier wei­te­re Mün­zen er­wei­tern wird.

Lan­des­fi­nanz­mi­nis­te­rin Edith Sitz­mann hält ei­nen li­mi­tier­ten Sil­ber­ling in der Prä­ge­qua­li­tät Spie­gel­glanz ge­gen das Licht. „Das ist noch mal ein deut­li­cher Un­ter­schied zur Nor­mal­prä­gung“, stellt sie fest.

Die ers­te deut­sche Fünf-Eu­ro-Mün­ze er­schien im April die­ses Jah­res und heißt „Blau­er Pla­net Er­de“. Sie ist be­reits ver­grif­fen und we­gen ih­res be­son­de­ren Merk­mals ein be­gehr­tes Samm­ler­stück: ei­nes far­bi­gen, licht­durch­läs­si­gen Po­ly­mer-Rings, der Kern und Au­ßen­ring der Kup­fer-Ni­ckel-Mün­ze zu­sam­men­hält, und fäl­schungs­si­cher macht. Je­der Her­stel­lungs­ort gibt dem Kunst­stoff­ring der neu­en Mün­ze ei­nen an­de­ren Rot-Ton – in Karls­ru­he ist es Kir­schrot, in Stutt­gart Mer­lot. „Acht Jah­re lang wur­de die­ses Ma­te­ri­al ent­wi­ckelt, die Mün­ze gilt schon jetzt als Mei­len­stein des mo­der­nen Münz­we­sens“, sagt Pe­ter Hu­ber, Lei­ter der Staat­li­chen Mün­ze Ba­den-Würt­tem­berg, die mit 80 Mit­ar­bei­tern und 27 Prä­ge­pres­sen 1,2 Mil­li­ar­den Mün­zen pro Jahr pro­du­ziert.

Die Fünf-Eu­ro-Mün­zen sind ein of­fi­zi­el­les Zah­lungs­mit­tel. Tat­säch­lich da­mit ein­kau­fen geht aber kaum je­mand. Sie sind ein Viel­fa­ches ih­rer Nen­nung wert – zu­min­dest in der Spie­gel­glanz­ver­si­on, die auf 300 000 Stück li­mi­tiert ist. Wie viel die Mün­ze tat­säch­lich kos­ten wird, wird erst zu Be­ginn der Be­stell­frist, am 3. Fe­bru­ar 2017, be­kannt. Die zwei Mil­lio­nen Stück in Stem­pel­glanz-Qua­li­tät gibt es für fünf Eu­ro bei den Fi­lia­len der Bun­des­bank.

Künst­le­rin Ste­fa­nie Radt­ke woll­te die Tro­pen durch den ty­pi­schen Re­gen­wald dar­stel­len. Ein präch­ti­ger Pa­pa­gei fliegt über ein Blät­ter­dach und blickt auf ei­ne kah­le Stel­le, an der zahl­rei­che Baum­rie­sen feh­len – ein Zei­chen für die Ge­fahr, in die die Na­tur ge­ra­ten ist.

Mün­ze gilt als ab­so­lut fäl­schungs­si­cher

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