Zu­sätz­li­che Hal­te­stel­len

Li­ni­en 7 und 11 sol­len Weg­fall der Li­nie 8 kom­pen­sie­ren / Än­de­run­gen bei der Li­nie 10

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Clau­dia Kraus

Viel Un­mut und Ängs­te in der Be­völ­ke­rung hat­te der Re­gio­nal­bus­ver­kehr Süd­west (RVS) aus­ge­löst, noch be­vor er die Ge­schäf­te von der Stadt­ver­kehr Pforz­heim (SVP) über­nom­men hat. Es ging da­bei vor al­lem um die Strei­chung der Li­nie 8 zum Fahr­plan­wech­sel am ver­gan­ge­nen Sonn­tag. Mit dem Wei­her­berg und Tei­len des Rod­ge­biets sei­en zwei Stadt­tei­le vom öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr ab­ge­schnit­ten, so die Be­fürch­tun­gen.

Die von der RVS vor­ge­leg­ten Fahr­plä­ne sei­en ge­prüft und Un­stim­mig­kei­ten aus­ge­räumt wor­den, er­klär­te Jörg Romp­ca (Ei­gen­be­trieb Pforz­hei­mer Ver­kehrs­be­trie­be) ges­tern im Wer­ke-Aus­schuss. Ei­ne Ver­sor­gungs­lü­cke gibt es dem­nach nicht, weil Bus­se der Li­ni­en 7 und 11 das weg­fal­len­de An­ge­bot kom­pen­sie­ren. So stellt die Ver­län­ge­rung der Li­nie 7 ei­ner­seits die An­bin­dung des Heims am Ha­chel si­cher und sorgt an­de­rer­seits mit der Li­nie 11 da­für, dass we­der Rod­ge­biet, noch Wei­her­berg, noch das künf­ti­ge Neu­bau­ge­biet „Lan­ge Ge­wann“ab­ge­hängt sind. Rund 2 600 Men­schen woh­nen al­lein im Be­reich der Hal­te­stel­len Wei­her­berg/Wil­helms­hö­he, Die­sel- und Wer­ner-Sie­mens­stra­ße.

Die Li­nie 11 wird nun ab der Hal­te­stel­le Was­ser­turm di­rekt über die Gus­ta­vRau-Stra­ße bis zum ZOB ge­führt und hat auf ih­rer Stre­cke nun die zu­sätz­li­chen Hal­te­stel­len Ge­nos­sen­schafts- und Wer­ner-Sie­mens-Stra­ße so­wie Jahn­hal­le und Leo. Die 11 soll fer­ner wie die Er­satz­li­nie 211 al­le 40 Mi­nu­ten fah­ren.

Stadt­rat Jens Kück (SPD) brach­te ins Spiel, dass durch den künf­ti­gen Su­per­markt an der Post­wie­sen­stra­ße mehr Fahr­gäs­te zu er­war­ten sind. Er bat dar­um, auch wei­ter­hin mit RVS über das Fahr­plan­an­ge­bot zu ver­han­deln. „Wir blei­ben Herr des Ver­fah­rens“, be­ru­hig­te Be­triebs­lei­ter Bernd Mel­lent­hin. Zu­nächst sol­len die Li­ni­en­ver­län­ge­run­gen für ein Jahr lau­fen. Im Lau­fe 2017 soll es ei­ne Eva­lu­ie­rung ge­ben. RVS wol­le künf­tig, wie bis­her SVP, Kun­den-Be­fra­gun­gen vor­neh­men.

Ei­ne wei­te­re Än­de­rung gibt es bei der Li­nie 10. Hier­bei ge­he es nicht um ei­ne Ver­min­de­rung des An­ge­bots, sag­te Romp­ca, son­dern ei­ne Ent­zer­rung der Ab­fahrts­zei­ten der Li­ni­en 1 und 10 so­wie 6 und 10. Bis­her fuhr die 10 fast zeit­gleich an Leo­pold­platz/Leo­pold­stra­ße mit der 1 und 6, sag­te Romp­ca. In bei­den Rich­tun­gen stün­de die je­weils nächs­te Fahrt­mög­lich­keit nach fünf, zehn oder 15 Mi­nu­ten zur Ver­fü­gung. Mit dem RVS sei man der An­sicht, dass die Än­de­run­gen dem Kun­den mehr nutz­ten als dass sie ihn ein­schränk­ten, da­her ha­be man dem Vor­schlag des neu­en Be­trei­bers zu­ge­stimmt.

DIE LI­NIE 7 fährt nun ei­ne wei­te­re Stre­cke. Sie soll die An­bin­dung des Heims am Ha­chel ge­währ­leis­ten und so den Weg­fall der Li­nie 8 aus­glei­chen. Auch die Be­woh­ner des Wei­her­bergs sind nicht ab­ge­schnit­ten durch zu­sätz­li­che Hal­te­stel­len der Li­nie 11. Fo­to: Eh­mann

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