Per­spek­ti­ve für Zu­kunft fehlt

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Kar­lheinz Oeh­ler (FDP-Frak­ti­on): Mit ei­nem Schuss Iro­nie hielt der Vor­sit­zen­de der Frak­ti­on der Li­be­ra­len dem Kreis­gre­mi­um ins­ge­samt vor, es „wie­der ein­mal“ver­säumt zu ha­ben, für die Bür­ger „sicht­ba­re Zu­kunfts­per­spek­ti­ven“auf­zu­stel­len. Mit Mut hät­te man et­wa im öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr ech­te Al­ter­na­ti­ven für den In­di­vi­du­al­ver­kehr auch in den Dör­fern er­rei­chen kön­nen. Dann ora­kel­te Oeh­ler: 2017 wer­de zum Jahr der Angst, „Schein­pro­ble­me der Zeit“zum The­ma und das „klei­ne Glück durch Ve­rän­de­rung“ge­fähr­det. Ei­ne fak­tisch ge­schei­ter­te Ener­gie­po­li­tik be­sche­re den Bür­gern bald un­be­zahl­ba­re Strom­prei­se. Ge­stie­ge­ne Ener­gie­an­for­de­run­gen hät­ten in den let­zen zehn Jah­ren das Bau­en um an­nä­hernd ein Drit­tel ver­teu­ert, mit der Kon­se­quenz, dass jun­ge Fa­mi­li­en kaum noch Ei­gen­tums­bil­dung be­trei­ben könn­ten. Oder: Die Be­treu­ungs­flä­che pro Kind in Kin­der­gär­ten sei heu­te durch Re­gu­lie­run­gen grö­ßer, als die meis­ten Fa­mi­li­en ih­ren Kin­dern zu Hau­se bie­ten könn­ten, wenn sie sich nur ei­ne klei­ne Woh­nung leis­ten könn­ten. Oeh­lers Etat­re­de mün­de­te schließ­lich in die Gei­ße­lung der Bü­ro­kra­tie der EU in de­ren „größ­ten Sinn­kri­se“: Statt über neue We­ge und Zie­le zu spre­chen tre­te ei­ne Topf­lap­pen-Ver­ord­nung in den Vor­der­grund.

KAR­LHEINZ OEH­LER be­fürch­tet, dass 2017 zum Jahr der Angst wird.

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