Den Markt­platz zum Klin­gen ge­bracht

St­ei­ner Mu­sik­ver­ein gibt Weih­nachts­kon­zert / Ju­gend­or­ches­ter spielt Deep-Pur­p­le-Klas­si­ker

Pforzheimer Kurier - - KULTUR IM ENZKREIS -

Wenn auf dem St­ei­ner Markt­platz fest­li­che Wei­sen und mo­der­ne Weih­nachts­lie­der er­klin­gen, wenn es nach Glüh­wein, Punsch und ge­bra­te­nen Würs­ten riecht, dann dau­ert es nicht mehr lang bis Hei­lig­abend. Es ist näm­lich längst kein Ge­heim­nis mehr, dass der St­ei­ner Mu­sik­ver­ein im­mer am Abend des drit­ten Ad­vent­sonn­tags ein Kon­zert in der Dorf­mit­te gibt. Die­ses Mal so­gar im Rah­men des le­ben­di­gen Ad­vents­ka­len­ders. Wäh­rend frü­her die Mit­glie­der des gro­ßen Orches­ters das Pro­gramm noch al­lei­ne be­strit­ten ha­ben, er­hal­ten sie seit ei­nem Jahr Ver­stär­kung vom Ju­gend­or­ches­ter, das gleich als ers­tes mit tra­di­tio­nel­len Weih­nachts­lie­dern an der Rei­he ist: „Ihr Kin­der­lein kom­met“, „Von drauß vom Wal­de komm ich her“und „Kling Glöck­chen“. Mitt­ler­wei­le sind es rund 20 Kin­der und Ju­gend­li­che im Al­ter von neun bis 14 Jah­ren, die mit viel Freu­de in Qu­er­flö­te, Sa­xo­fon, Trom­pe­te und Kla­ri­net­te bla­sen, auf das Schlag­zeug ein­hau­en und die Tu­ba spie­len. Man­che von ih­nen so­gar erst seit we­ni­gen Wo­chen. Je­den Di­ens­tag pro­ben sie gut ei­ne St­un­de lang im ört­li­chen Feu­er­wehr­haus. „Seit der Grün­dung vor zwei Jah­ren ha­ben wir enor­me Fort­schrit­te ge­macht“, freut sich Andre­as Ku­ba­tov. Er lei­tet das Ju­gend­or­ches­ter und hät­te nichts ge­gen wei­te­re Mit­spie­ler ein­zu­wen­den. Wich­tig sei vor al­lem, dass man Freu­de am Mu­si­zie­ren ha­be.

Wenn es um die Ti­tel­aus­wahl geht, ha­ben die Ju­gend­li­chen üb­ri­gens ein Mit­spra­che­recht. Und so kommt es, dass als Zu­ga­be der Deep-Pur­p­le-Klas­si­ker „Smo­ke on the Wa­ter“er­klingt. „Die Kin­der ha­ben die­ses Lied in den Pro­ben un­heim­lich gern ge­spielt“, er­zählt Ku­ba­tov. Et­was ge­die­ge­ner geht es an­schlie­ßend bei den Mit­glie­dern des gro­ßen Orches­ters zu. Nach­dem Di­ri­gent Os­wald Wind­rich sei­nen Mu­si­kern noch ein paar letz­te An­wei­sun­gen ge­ge­ben hat, fan­gen sie mit „Toch­ter Zi­on“an, er­zäh­len dann von Ru­dolph, dem Ren­tier mit der ro­ten Na­se, und ent­füh­ren in ein schnee­be­deck­tes Win­ter­wun­der­land. Bei Tem­pe­ra­tu­ren um die acht Grad war Schnee aber frei­lich noch nicht ge­fal­len, so­dass den Mu­si­kern nichts an­de­res üb­rig bleibt, als mit Frank Si­na­tra von wei­ßer Weih­nacht, „Whi­te Christ­mas“, zu träu­men. Mit dem spa­ni­schen „Fe­liz Na­vi­dad“und „Nes­s­a­ja“aus dem Ta­ba- lu­ga-Mu­si­cal be­schlie­ßen die Mu­si­ker ihr Frei­luft­kon­zert, be­vor das Pu­bli­kum bei „O du fröh­li­che“zum Mit­sin­gen ein­ge­la­den ist. Ei­ne Bit­te, der die Zu­hö­rer ger­ne nach­kom­men. Für die zahl­rei­chen Kin­der kün­digt der Weih­nachts­mann sein Er­schei­nen an. Ni­co Rol­ler

ZUM MIT­SIN­GEN tra­di­tio­nel­ler Weih­nachts­lie­der hat das gro­ße Orches­ter des St­ei­ner Mu­sik­ver­eins am Sonn­tag beim Kon­zert auf dem Markt­platz ein­ge­la­den. Fo­to: Rol­ler

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