Ikea ist will­kom­men

Ein­zi­ge Sor­ge: Be­wäl­tigt Stra­ßen­netz den An­sturm?

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Gün­ther Kopp

Für das ge­plan­te Ikea-Ein­rich­tungs­haus an der Dur­la­cher Al­lee be­steht jetzt Bau­recht. Der Ge­mein­de­rat hat in sei­ner gest­ri­gen Sit­zung bei ei­ner Ge­gen­stim­me den Be­bau­ungs­plan für das Ge­bäu­de mit ei­ner Ver­kaufs­flä­che von 25 500 Qua­drat­me­tern ge­bil­ligt.

Da­mit ist der Weg für Ikea Karls­ru­he frei. Die Bau­ar­bei­ten wer­den laut Ober­bür­ger­meis­ter Frank Men­trup Mit­te 2017 be­gin­nen. Der Mö­bel­rie­se will nach ei­ge­nen An­ga­ben am Stand­ort Karls­ru­he rund 80 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tie­ren und sein neu­es Haus noch 2018 er­öff­nen.

Der Ge­bäu­de­kom­plex ent­steht auf ei­nem rund drei Hekt­ar gro­ßen Grund­stück, das von Dur­la­cher Al­lee, Ger­wig­stra­ße, Wein­weg und der Bahn­tras­se im Os­ten um­schlos­sen wird. In un­mit­tel­ba­rer Nä­he be­fin­det sich das Ein­rich­tungs­haus „XXXL Mann Mo­bi­lia“. Das Ikea-Haus soll 28 Me­ter, im Be­reich des Haupt­ein­gangs, der sich an der Ecke Wein­weg/Dur­la­cher Al­lee be­fin­det, so­gar ma­xi­mal 34 Me­ter hoch wer­den. Laut Stadt­ver­wal­tung glie­dern sich die Ver­kaufs­flä­chen in ein et­wa zwölf Me­ter ho­hes Erd­ge­schoss, in dem sich Ein­gangs­be­reich Wa­ren­la­ger, Wa­ren­ab­ho­lung und Kas­sen­be­reich be­fin­den. Die Mö­bel­aus­stel­lung be­fin­det sich in ei­nem et­wa fünf Me­ter ho­hen Ober­ge­schoss. Dort sol­len zu­dem Ne­ben­ein­rich­tun­gen wie Re­stau­rant, Kin­der­spiel­be­reich, La­ger­so­wie Ver­wal­tungs- und So­zi­al­räu­me ent­ste­hen. Dar­über wer­den drei Park­decks mit be­grün­tem Flach­dach ge­legt. Je­des Deck bie­tet Platz für 450 Fahr­zeu­ge. Ober­bür­ger­meis­ter Men­trup er­in­ner­te dar­an, dass die Ikea-An­sied­lung ei­ne 25-jäh­ri­ge Vor­ge­schich­te hat. Zum Schluss sei nun aber al­les ziem­lich schnell ge­gan­gen, ob­wohl Re­gio­nal­plan und Flä­chen­nut­zungs­plan ge­än­dert wer­den muss­ten, um das Vor­ha­ben zu er­mög­li­chen.

An­ke Kar­mann-Woess­ner, die Lei­te­rin des Stadt­pla­nungs­am­tes, be­ton­te, das Ein­rich­tungs­haus wer­de die städ­te­bau­li­chen Ein­gangs­si­tua­ti­on im Os­ten der Stadt kräf­tig auf­wer­ten.

Die La­ge sei güns­tig, da ei­ne gu­te An­bin­dung an den Stra­ßen­ver­kehr und an den öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr be­ste­he.

In der an­schlie­ßen­den Dis­kus­si­on be­grüß­ten al­le Frak­tio­nen das Vor­ha­ben und un­ter­stri­chen, Karls­ru­he wer­de als Ein­kaufs­stand­ort ge­stärkt. Dif­fe­ren­zen gab es le­dig­lich bei der Ein­schät­zung der künf­ti­gen Ver­kehrs­si­tua­ti­on.

Bau­bür­ger­meis­ter Micha­el Obert zeig­te sich über­zeugt, dass es an den ers­ten Ta­gen nach der Ikea-Er­öff­nung zeit­wei­se zu chao­ti­schen Si­tua­tio­nen kom­men wird.

Das sei aber im­mer so. Es sei aber si­cher, das im wei­te­ren Ver­lauf der Ver­kehrs­fluss „im We­sent­li­chen funk­tio­nie­re, so Obert.

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