Kin­der und Al­te ge­fähr­det

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Wie be­droh­lich ist die ak­tu­el­le No­ro­vi­rus-Wel­le für Klein­kin­der und Se­nio­ren?

Pfaff: Die Jüngs­ten und die Äl­tes­ten sind am stärks­ten ge­fähr­det. Wenn oben und unten al­les raus­geht wie Was­ser, sind das schwe­re Er­kran­kun­gen. Dann braucht der Pa­ti­ent mit­un­ter ei­ne Infu­si­on. Im Zwei­fel soll­te man in die Kli­nik.

Wel­che Mit­tel hel­fen ge­gen die­se Art Brech­durch­fall?

Pfaff: Es gibt kei­ne Imp­fung und kei­ne Me­di­zin ge­gen das Vi­rus. Am wich­tigs­ten ist es, den gro­ßen Flüs­sig­keits­ver­lust aus­zu­glei­chen. Mi­ne­ral­was­ser oder leicht ge­süß­ter Tee ge­nü­gen. Auch Ap­fel­schor­le ist gut, aber nur stark ver­dünnt im Ver­hält­nis 1:5. Mi­ne­ral­was­ser ent­hält Na­tri­um, Ma­g­ne­si­um, Ka­li­um, der Ap­fel­saft ent­hält Trau­ben­zu­cker, der ei­ne Elek­tro­lyt­pum­pe im Darm un­ter­hal­ten hilft.

Wie lan­ge soll­te der Pa­ti­ent da­heim blei­ben?

Pfaff: Zwei Ta­ge nach Ab­klin­gen der Sym­pto­me kann man wie­der zur Ar­beit oder in die Schu­le. ew

Gün­ter Pfaff ist Me­di­zi­ner beim Lan­des­ge­sund­heits­amt. Er be­tont, wie wich­tig es ist, den Flüs­sig­keits­ver­lust bei den Er­krank­ten aus­zu­glei­chen.

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