Al­ters­be­stim­mung

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Bei un­be­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­lin­gen, de­ren Pa­pie­re ver­misst sind oder an de­ren An­ga­ben es Zwei­fel gibt, kann das Al­ter auf an­de­re Wei­se er­mit­telt wer­den. Da­für gibt es ver­schie­de­ne Ver­fah­ren. Kei­nes da­von kann je­doch das ex­ak­te Al­ter be­stim­men, heißt es beim Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF). Auch exis­tie­re in Deutsch­land „kei­ne ein­heit­li­che Hand­ha­bung bei Vor­ge­hens­wei­se und Me­tho­den­wahl“.

Bei den me­di­zi­ni­sche Me­tho­den gibt es zum ei­nen die Mög­lich­keit, dass Ärz­te das Ge­biss, die Zahn­rei­fe und die kör­per­li­che Rei­fe be­trach­ten und so das Al­ter schät­zen. Zum an­de­ren kön­nen per Rönt­gen­dia­gnos­tik die Zäh­ne so­wie Hand­wur­zel­kno­chen und Schlüs­sel­bein ge­röntgt wer­den, um an­hand der Rei­fe des Ske­letts Rück­schlüs­se auf das Le­bens­al­ter zu zie­hen. „Am Er­folg ver­spre­chends­ten er­scheint es, meh­re­re Me­tho­den in ei­nem Stu­fen­ver­fah­ren zu kom­bi­nie­ren, um die Schätz­ge­nau­ig­keit zu er­hö­hen“, schreibt das BAMF.

Der im Frei­bur­ger Fall tat­ver­däch­ti­ge jun­ge Af­gha­ne war 2015 nach Deutsch­land ge­kom­men. Nach sei­ner Fest­nah­me hat­te die Po­li­zei er­klärt, es ge­be kei­ne Zwei­fel an sei­nem min­der­jäh­ri­gen Al­ter. dpa/ira

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