Kel­tern vor dem „Show­down“im Eu­ro­cup

Ins Rück­spiel ge­gen Cas­tors Brai­ne heu­te Abend neh­men die Ster­ne ei­nen klei­nen Vor­teil mit

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von Michae­la An­de­rer und Re­né Ronge

Kel­tern. Nach dem Po­kal ist vor dem Po­kal. Ge­ra­de erst ha­ben die Bun­des­li­ga-Bas­ket­bal­le­rin­nen von Grü­ner Stern Kel­tern im deut­schen Wett­be­werb das Vier­tel­fi­na­le er­reicht, da stre­ben sie heu­te Abend (19 Uhr) schon den Ein­zug ins Ach­tel­fi­na­le des Eu­ro­cup an.

„Das ist ei­nes der wich­tigs­ten Spie­le der Sai­son“, freut sich Ster­ne-Coach Chris­ti­an Her­gen­rö­ther auf das Heim­spiel in der Diet­lin­ger Spei­ter­ling­hal­le ge­gen die bel­gi­schen Erst­li­gis­ten Cas­tors Brai­ne. Das Hin­spiel in Bel­gi­en hat­ten sei­ne Spie­le­rin­nen knapp mit 68:62 für sich ent­schie­den. Als Lohn da­für müs­sen die Ster­ne heu­te nicht zwin­gend ge­win­nen, um wei­ter­zu­kom­men. Ih­nen wür­de be­reits ei­ne Nie­der­la­ge mit höchs­tens fünf Punk­ten rei­chen. Die Bi­lanz der üb­ri­gen Spie­le fällt bei bei­den Teams gleich aus: Nie­der­la­gen ge­gen Uni Gi­ro­na und Sie­ge ge­gen Uniao Spor­ti­va.

Ge­gen den di­rek­ten Kon­kur­ren­ten um den zwei­ten Ta­bel­len­platz, der zum Wei­ter­kom­men in die K.-o.-Run­de be­rech­tigt, müs­sen die Ster­ne „auf höchs­tem Ni­veau“spie­len, for­dert Her­gen­rö­ther. „Wenn wir mit der Ener­gie spie­len, wie in der zwei­ten Halb­zeit ge­gen Chem­nitz im Po­kal, dann wer­den auch un­se­re Schüs­se von al­lei­ne fal­len. Aber ge­gen so ei­nen Geg­ner, der ei­gent­lich aus der Eu­ro­le­ague run­ter kommt, brau­chen wir Glück, ei­nen gu­ten Tag und gu­ten Ein­satz“, warnt der Chef­trai­ner der Enz­kreis-Korb­jä­ge­rin­nen.

Der Drei­fach­be­las­tung zol­len die Ster­ne dann und wann Tri­but. Im Eu­ro­cup­Spiel ge­gen Uniao vor ei­ner Wo­che wa­ren sie im zwei­ten Durch­gang nicht auf „Top-Ener­gie­le­vel“, wie Her­gen­rö­ther be­merkt. Das soll 40 Mi­nu­ten lang ge­gen Cas­tors Brai­ne an­ders sein. „Ei­ne vol­le Hal­le wä­re gut, denn es wird ein ein­zig­ar­ti­ges Spiel, das wir hier se­hen“, ver­spricht Her­gen­rö­ther.

Fa­vo­rit ist in den Au­gen von Ster­neChef Dirk Steidl frei­lich der Gast aus Bel­gi­en. „Die sind ge­spickt mit Stars. Sie sind 15 bis 20 Punk­te bes­ser als wir“, schätzt er. Für Cas­tors Brai­ne sei der Eu­ro­cup ei­ne Pflicht­ver­an­stal­tung. Das zei­ge sich auch am Me­di­en­in­ter­es­se aus Bel­gi­en, von wo es meh­re­re Ak­kre­di­tie­run­gen ge­be. Auch ein Fern­seh­team ha­be sich an­ge­mel­det. „Das wird der ab­so­lu­te Show­down“, sagt Steidl und fügt hin­zu: „Wir ver­su­chen, dass wir die Sen­sa­ti­on schaf­fen.“

Doch selbst bei ei­nem Schei­tern auf eu­ro­päi­sche Ebe­ne wür­de dem Grü­nen Stern nicht so schnell lang­wei­lig wer­den. So steht ja in der Ers­ten Bun­des­li­ga noch ein Nach­hol­spiel ge­gen den SV Hal­le an. Die­se He­im­par­tie ist in­zwi­schen an­ge­setzt für den 5. Ja­nu­ar 2017 (19 Uhr).

Wurm­berg. Nach dem letz­ten Punkt­spiel des Ka­len­der­jah­res ist in der Fuß­ball-Kreis­li­ga Pforz­heim klar zu er­ken­nen, wie eng die Teams in die­ser Sai­son bei­sam­men sind. Die Mann­schaf­ten in der Ver­fol­ger­grup­pe des Spit­zen­rei­ters FC Ersingen ste­hen der­zeit dicht ge­drängt. Auch der TSV Wurm­berg-Neu­bä­ren­tal be­fin­det sich in die­ser Ta­bel­len­re­gi­on. Mit 25 Punk­ten be­legt man ak­tu­ell den fünf­ten Rang und ist nur drei Zäh­ler vom Zwei­ten ent­fernt.

„Mit der Punk­teaus­beu­te nach 15 Par­ti­en bin ich äu­ßerst zu­frie­den“, sagt Da­ni­el Jour­dan, Trai­ner des TSV Wurm­berg-Neu­bä­ren­tal. „Es gibt zwar im­mer Spie­le, in de­nen man Pech hat, doch die­ses wird durch das nö­ti­ge Glück in an­de­ren Be­geg­nun­gen wie­der aus­ge­gli­chen. Des­we­gen den­ke ich, dass un­se­re Leis­tung die 25 Zäh­ler recht­fer­tigt.“Am Sonn­tag be­sieg­te man im Nach­hol­spiel

Nah am Auf­stiegs­rang, aber es droht auch Ge­fahr

den TSV Grun­bach, der eben­falls in der Ver­fol­ger­grup­pe steckt, über­ra­schend hoch mit 4:1. Die­ses Spiel war schon ein­mal an­ge­pfif­fen wor­den, wur­de aber we­gen schlech­ter Sicht ab­ge­bro­chen. „Im ers­ten Spiel führ­ten wir zum Ab­bruch schon mit 2:0 und lie­ßen den Grun­ba­chern kei­ne Chan­ce. Dies zeig­te sich nun auch im Nach­hol­spiel, in dem wir mit der glei­chen Ein­stel­lung zu Wer­ke gin­gen“, schil­dert Jour­dan, der den Spiel­ab­bruch durch das Schieds­rich­ter­ge­spann da­mals als un­ge­recht emp­fand. „Der Ab­bruch war für mich fast schon ei­ne Frech­heit, da die Sicht in mei­nen Au­gen kei­nes­falls schlecht war. Man konn­te sehr deut­lich von Tor zu Tor se­hen“, be­tont der Trai­ner.

Für sei­nen TSV Wurm­berg-Neu­bä­ren­tal star­tet das Fuß­ball­jahr 2017 am 19. Fe­bru­ar mit dem Nach­hol­spiel ge­gen den FV Öschel­bronn, der ak­tu­ell den zwei­ten Ta­bel­len­rang be­legt. Mit ei­nem Sieg, der laut Jour­dan auf je­den Fall an­ge­peilt wird, wür­de man den Kon­tra­hen­ten über­ho­len. „Auch, wenn wir mit ei­nem Drei­er Ta­bel­len­zwei­ter wä­ren, ist das Haupt­ziel für die Rück­run­de das Er­rei­chen der 40-Punk­te-Mar­ke. Der Ab­stand ist in die­ser Sai­son näm­lich auch auf die hin­te­ren Plät­ze sehr ge­ring, wes­halb der ers­te Blick ab­so­lut hier­hin ge­rich­tet wird“, sagt der Coach des TSV und zeigt da­mit den an­de­ren Aspekt des dicht ge­dräng­ten Fel­des: Zwi­schen dem zwei­ten und dem vor­letz­ten Platz lie­gen nur elf Punk­te, ein Ab­rut­schen scheint schnell mög­lich zu sein.

In der Win­ter­pau­se wer­den Wurm­ber­gNeu­bä­ren­tal kei­ne Ak­teu­re ver­las­sen, ei­ne Ver­stär­kung ist even­tu­ell schon im An­marsch. Es soll je­doch die ein­zi­ge sein. Den­nis Schu­ma­cher

GE­MEIN­SA­MES ZIEL der Spie­le­rin­nen von Grü­ner Stern Kel­tern ist der Ein­zug ins Ach­tel­fi­na­le des Eu­ro­cup. Der am­bi­tio­nier­te Geg­ner Cas­tors Brai­ne aus Bel­gi­en hat et­was da­ge­gen. Fo­to: Rub­ner

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