Ed­ler Spen­der bit­tet zu Spieß­bra­ten und Knö­del

Un­be­kann­ter lädt die Be­su­cher der Sup­pen­kü­che zum vor­weih­nacht­li­chen Mahl in Gol­di’s Sta­del ein

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ul­la Donn-von Yrsch

Ges­tern, pünkt­lich um 12 Uhr kommt die 64-köp­fi­ge Grup­pe ins Gol­di‘s Sta­del auf dem Weih­nachts­markt.

Schon im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te ein an­ony­mer Spen­der den Be­su­chern der Pforz­hei­mer Sup­pen­kü­che die­sen lu­kul­li­schen Aus­flug in Frank Dau­derts Zelt er­mög­licht. „Kei­ne Ah­nung, wer das ist“, schüt­telt Dau­dert auf Nach­fra­ge den Kopf. Frank-Jo­han­nes Lem­ke, Ge­schäfts­füh­rer der Ca­ri­tas, ha­be die Plät­ze und das Me­nü ge­or­dert.

Ver­gan­ge­nes Jahr gab es Schnit­zel, die­ses Mal Spieß­bra­ten mit Knö­del und Rot­kohl, da­zu für je­den Gast zwei Ge­trän­ke. Pro Per­son wer­den 15 Eu­ro ge­rech­net. Auch Chris­tia­na Mehl, die mit Ehe­mann Ru­dolf und An­ne­lies Gens­ler die Sup­pen­kü­che im Schloss­berg­zen­trum be­treut, hat kei­ne Ah­nung, wer der Spen­der sein könn­te. „Wir wer­den ein­mal pro Jahr nicht nur auf den Weih­nachts­markt ein­ge­la­den, seit drei Jah­ren gibt es so ei­ne Ein­la­dung auch auf die Pforz­hei­mer Mess, zum Es­sen.“Na­tür­lich ma­chen sich Mehl und Gens­ler so ih­re Ge­dan­ken, aber Gens­ler weiß, dass auch bei den Eh­ren­amt­li­chen in der Ve­sper­kir­che, vie­le lie­ber im Hin­ter­grund mit­hel­fen wol­len. „Letzt­end­lich ist es egal“, lacht Mehl, „al­le freu­en sich.“Schon vor Wo­chen wur­den an drei Sup­pen­ta­gen, al­le In­ter­es­sier­te auf ei­ne Lis­te ge­schrie­ben. Die Sup­pen­kü­che wird ganz­jäh­rig, mit Aus­nah­me der Ve­sper­kir­chen­zeit, diens­tags, don­ners­tags und sams­tags be­trie­ben. Ne­ben ei­ner Sup­pe gibt es, je nach Jah­res­zeit, ein Kalt- oder Warm­ge­tränk. Das An­ge­bot wird von al­len Al­ters­grup­pen ge­nutzt, Ar­beits­lo­se, Hartz IV-Emp­fän­ger oder auch nur Rent­ner, die Ge­sel­lig­keit su­chen. „Hier sind schon et­li­che Freund­schaf­ten ent­stan­den“, freut sich Mehl und zwin­kert Gens­ler zu – „nicht nur bei den Or­ga­ni­sa­to­ren.“Mehl ist von An­fang an bei der Sup­pen­kü­che ak­tiv und ver­wun­dert stellt sie fest: „Nächs­ten März wer­den es zehn Jah­re.“Doch vor die­sem Ju­bi­lä­um kommt erst ein­mal die 18. Ve­sper­kir­che im Ja­nu­ar 2017. Bei­de Ver­an­stal­tun­gen wer­den aus­schließ­lich über Spen­den fi­nan­ziert und mit Hil­fe von Eh­ren­amt­li­chen durch­ge­führt.

Ser­vice

VOL­LES HAUS war ges­tern Mit­tag im Gol­di’s Sta­del, wo ein un­be­kann­ter Spen­der vie­le Be­su­cher der Sup­pen­kü­che zu ei­nem vor­weih­nacht­li­chen Mahl ein­ge­la­den hat­te. Fo­to: PK

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.