Re­kord bei Zu­wan­de­rung

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Ber­lin (dpa). Die Be­völ­ke­rung in Deutsch­land ist im ver­gan­ge­nen Jahr durch Zu­wan­de­rung so stark ge­wach­sen wie noch nie seit Be­ste­hen der Bun­des­re­pu­blik. Das geht aus dem Mi­gra­ti­ons­be­richt 2015 her­vor, der ges­tern vom Bun­des­ka­bi­nett be­schlos­sen wur­de. Da­nach sind im ver­gan­ge­nen Jahr 2,14 Mil­lio­nen Men­schen nach Deutsch­land ge­zo­gen. Gleich­zei­tig ver­lie­ßen fast ei­ne Mil­li­on Men­schen das Land. Der so­ge­nann­te Wan­de­rungs­ge­winn lag da­mit bei fast 1,14 Mil­lio­nen Men­schen. Rund 39 Pro­zent der Zu­wan­de­rer, die 2015 nach Deutsch­land ka­men, wa­ren EU-Aus­län­der. Sechs Pro­zent wa­ren Deut­sche, die ent­we­der im Aus­land ge­bo­ren wur­den oder nach län­ge­rer Ab­we­sen­heit in die Hei­mat zu­rück­kehr­ten. 13 Pro­zent der neu Zu­ge­zo­ge­nen stamm­ten aus eu­ro­päi­schen Staa­ten, die nicht Teil der EU sind, 30 Pro­zent aus Asi­en und 5 Pro­zent aus Afri­ka. In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re er­klär­te: „Es lohnt sich genau hin­zu­schau­en. Mi­gra­ti­on ist nicht nur Asyl.“

Den höchs­ten Män­ner­an­teil un­ter den zu­ge­zo­ge­nen Aus­län­dern stell­ten die Be­hör­den für das Her­kunfts­land Pa­kis­tan (90 Pro­zent) fest. Bei den Zu­wan­de­rern aus Ma­rok­ko, So­ma­lia, Af­gha­nis­tan, Sy­ri­en und dem Irak lag der An­teil der Män­ner bei je­weils über 70 Pro­zent.

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