Man(n) se­he und stau­ne

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Tie­ri­sche Su­per-Pa­pas“(3sat, 20.15 Uhr): Was ist schon na­tür­lich? Wer mit dem Vor­bild von Mut­ter Na­tur ar­gu­men­tiert, wenn es um die Rol­len­ver­tei­lung von Mut­ter und Va­ter in ei­ner Fa­mi­lie geht, der soll­te sich die­sen Film an­se­hen. Die fran­zö­si­sche Wis­sen­schafts­do­ku­men­ta­ti­on zeigt an­hand ei­ni­ger Bei­spie­le, dass kei­nes­wegs al­le tie­ri­schen Vä­ter die Nach­wuchs­pfle­ge der Mut­ter über­las­sen. Der Ro­saf­la­min­go bei­spiels­wei­se teilt sich sämt­li­che Auf­ga­ben mit der Mut­ter, um sein Jun­ges, das im­mer ein Ein­zel­kind ist, groß­zu­zie­hen.

Das Ro­te Sprin­g­af­fen­männ­chen trägt den gan­zen Tag das Af­fen­ba­by ge­dul­dig auf dem Rü­cken, da­mit die Mut­ter sich ganz auf die Nah­rungs­auf­nah­me kon­zen­trie­ren kann, und es schleppt das Kind auch noch oh­ne Mur­ren mit sich her­um, wenn die­ses sich ei­gent­lich selbst­stän­dig durch die Bäu­me han­geln könn­te. Bei den Ber­be­raf­fen über­nimmt bei Be­darf je­der männ­li­che Af­fe die Va­ter­rol­le für die Neu­ge­bo­re­nen. Der Wolfs­rüde küm­mert sich rüh­rend dar­um, Jun­gen, die sich ver­lau­fen ha­ben, zum Ru­del zu­rück­zu­brin­gen. Das männ­li­che See­pferd­chen trägt in sei­ner Bauch­höh­le so­gar die weib­li­chen Eier aus. Man(n) se­he und stau­ne. pe­ko

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