Ju­gend­straf­recht

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Das Ju­gend­straf­recht gilt zwin­gend für Ju­gend­li­che zwi­schen 14 und 17 Jah­ren. Zwi­schen dem 18. und dem 21. Ge­burts­tag wer­den sie als Her­an­wach­sen­de be­zeich­net. Dann ist ei­ne Ver­ur­tei­lung nach Ju­gend­straf­recht oder Er­wach­se­nen­straf­recht mög­lich. Die­se Ent­schei­dung trifft das Ge­richt:

„Es kann da­für zum Bei­spiel Gut­ach­ten über die sitt­li­che und geis­ti­ge Ent­wick­lung des An­ge­klag­ten ein­ho­len“, sagt Jochen Herk­le, Spre­cher des Land­ge­richts Karls­ru­he. Ab dem 21. Ge­burts­tag gilt zwin­gend Er­wach­se­nen­straf­recht. Ju­gend­li­che wer­den vor Ju­gend­ge­rich­ten an­ge­klagt. Die Ver­hand­lung ist nicht öf­fent­lich. Wer un­ter das Ju­gend­straf­recht fällt, dem dro­hen bei schwe­ren Ver­bre­chen ma­xi­mal zehn Jah­re Haft. Er­wach­se­ne kön­nen zu le­bens­lan­gem Frei­heits­ent­zug ver­ur­teilt wer­den. dpa

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