Küh­ne ein „Glücks­fall“

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Ham­burg (dpa). Vol­ler Ent­schlos­sen­heit ist He­ri­bert Bruch­ha­gen als star­ker Mann zum Ham­bur­ger SV zu­rück­ge­kehrt und ver­traut sei­nem ge­schass­ten Vor­gän­ger Diet­mar Bei­ers­dor­fer noch die kom­men­de Trans­fer­pe­ri­ode an. Bei­ers­dor­fer ha­be aber „kein Si­gnal ge­ge­ben, dass er über das Jah­res­en­de hin­aus“für den Fußball-Bun­des­li­gis­ten als Sport­di­rek­tor tä­tig sein wol­le, sag­te der neue Vor­stands­vor­sit­zen­de ges­tern bei sei­ner Vor­stel­lung.

„Mein Ziel ist es, ei­nen kom­pe­ten­ten Sport­ma­na­ger zum HSV zu ho­len, weil es nö­tig ist“, sag­te der ehe­ma­li­ge Frank­fur­ter Vor­stands­chef. Er ha­be bis­her kei­nen Kon­takt zu Kan­di­da­ten auf­ge­nom­men, ver­si­cher­te der 68-Jäh­ri­ge. Bei­ers­dor­fer hat­te zu­letzt die Äm­ter als Vor­stands­chef und Sport­di­rek­tor be­setzt und war dar­an ge­schei­tert.

Bruch­ha­gen be­zeich­ne­te die Si­tua­ti­on des Ta­bel­len-16. als „aus­ge­spro­chen pre­kär“. Ein Sport­di­rek­tor müs­se an­ge­sichts der La­ge mit Trai­ner Mar­kus Gis­dol zu­sam­men­pas­sen. Fi­nan­zi­ell wird Bruch­ha­gen im Win­ter auf In­ves­tor Klaus-Micha­el Küh­ne an­ge­wie­sen sein, zu kol­por­tier­ten fi­nan­zi­el­len Zu­sa­gen woll­te er sich nicht äu­ßern. „Ich wer­de ganz si­cher auf Herrn Küh­ne zu­ge­hen und zu Herrn Küh­ne ein gu­tes Ver­hält­nis ent­wi­ckeln“, sag­te Bruch­ha­gen, dem als Chef von Ein­tracht Frank­furt die In­ves­ti­tio­nen des Mil­li­ar­därs stets ein Dorn im Au­ge wa­ren. Für den HSV sei die Un­ter­stüt­zung „ein Glücks­fall“, be­ton­te er. Ent­setzt re­agier­te er auf Schlag­zei­len zu sei­nem an­geb­li­chen Mil­lio­nen­ge­halt: „Wenn ich Wirt­schaft­lich­keit pre­di­ge, dann muss ich auch Zu­rück­hal­tung prak­ti­zie­ren. Die ver­öf­fent­lich­ten Zah­len sind ab­surd, ein Witz.“

Nach­dem er 1995 nach drei Jah­ren als Ma­na­ger an der El­be „ge­feu­ert wur­de“, will Bruch­ha­gen bei sei­ner Rück­kehr im rei­fen Al­ter be­wei­sen, dass er den wan­ken­den Di­no wie­der auf Kurs brin­gen kann. „Na­tür­lich bin ich nicht süch­tig, aber ich war schon ein biss­chen un­ru­hig in mei­nem Hei­mat­ort Har­se­win­kel“, er­klär­te er das über­ra­schen­de Come­back. Bruch­ha­gen war bis ver­gan­ge­nen Som­mer fast 13 Jah­re lang Boss bei der Frank­fur­ter Ein­tracht.

ZU­RÜCK auf der Bun­des­li­ga-Büh­ne: He­ri­bert Bruch­ha­gen. Fo­to: dpa

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