„Ein sehr gu­tes Jahr für Neu­en­bürg“

Frak­ti­ons­spre­cher zie­hen po­si­ti­ve Haus­halts­bi­lanz / Buch­ber­ger­wei­te­rung ge­for­dert

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Mat­thi­as Schau­bel Kat­ha­ri­na Win­ter Christine Da­n­igel Wer­ner Hess

Neu­en­bürg (bh). „Wir be­schlie­ßen den Haus­halt er­neut recht­zei­tig im lau­fen­den Jahr und zum ers­ten Mal nach dem neu­en Sys­tem“, sag­te Mat­thi­as Schau­bel (UWV) – Fo­tos: PK – in sei­ner Haus­halts­re­de. „Ak­tu­ell hat uns im lau­fen­den Jahr der mas­si­ve Zustrom der Flücht­lin­ge be­schäf­tigt, der auch wei­ter­hin Aus­wir­kun­gen auf den Haus­halt ha­ben wird.“Neu­en­bürg ste­he gut da, es sei er­freu­lich, dass die all­ge­mei­ne Rück­la­ge wie­der an­ge­wach­sen sei. Der Haus­halt sei aus­ge­gli­chen, dies sei ei­ner­seits der gu­ten Wirt­schafts­la­ge, an­de­rer­seits der gu­ten Ver­wal­tungs­ar­beit zu ver­dan­ken. Es stün­den wich­ti­ge In­ves­ti­tio­nen an und die Stadt müs­se wei­ter in den Be­stand in­ves­tie­ren, et­wa beim Gym­na­si­um und der Stadt­hal­le. Po­si­tiv sei auch der Grund­satz­be­schluss zur Aus­wei­sung des Bau­ge­biets „Buch­berg IV“. Vor die­sem Hin­ter­grund sei­en ho­he Rück­la­gen not­wen­dig, aber auch für die Er­wei­te­rung des Ge­wer­be­ge­biets „Wil­helms­hö­he“. Die frei­wil­li­gen Leis­tun­gen der Stadt müss­ten dis­ku­tiert wer­den. Die UWV ste­he zum Frei­bad und zum Schloss, man soll­te aber über Kon­zep­te spre­chen, um die­se wei­ter­hin at­trak­tiv zu er­hal­ten. „Wir ha­ben mit un­se­ren Mög­lich­kei­ten für Neu­en­bürg viel er­reicht und bli­cken wei­ter­hin po­si­tiv in die Zu­kunft.“

Kat­ha­ri­na Win­ter (CDU): „Die Auf­ga­ben, die mit dem Flücht­lings­zu­strom auf uns zu­ge­kom­men sind, ha­ben wir gut ge­meis­tert und wer­den das auch wei­ter hin­krie­gen. Dies hat sich auch im Haus­halt mit ent­spre­chen­den Kos­ten nie­der­ge­schla­gen. Al­les in Al­lem war 2016 ein sehr gu­tes Jahr für Neu­en­bürg, wir ha­ben viel er­reicht und die Stadt steht gut da.“Für jun­ge Fa­mi­li­en und den Zu­zug wei­te­rer Bür­ger brau­che die Stadt die Aus­wei­sung des neu­en Bau­ge­biets auf dem Buch­berg eben­so, wie die Er­wei­te­rung des Ge­wer­be­ge­biets Wil­helms­hö­he, so Win­ter. Vie­les sei in Neu­en­bürg er­reicht und auf den Weg ge­bracht wor­den. So auch die In­nen­stadt­sa­nie­rung, mit der Neu­en­bürg in das Lan­des­sa­nie­rungs­pro­gramm auf­ge­nom­men wor­den ist. Die CDU kön­ne dem Haus­halt des­halb oh­ne Be­den­ken zu­stim­men.

Christine Da­n­igel (Grü­ne): „Die Haus­halts­pla­nung ist po­si­tiv, wir schrei­ben ein schwar­ze Null. Ein neu­es Bau­ge­biet ist be­schlos­sen, bleibt nur noch fest­zu­stel­len, wo es hin­kommt.“Neu­en­bürg ha­be sei­ne Pflicht­auf­ga­ben nur durch Grund­stücks­ver- käu­fe be­zah­len kön­nen. Die Um­struk­tu­rie­rung der städ­ti­schen Fi­nan­zen sei ein di­ckes Brett, das zu boh­ren sei, des­halb ha­be man der Aus­wei­sung zu­ge­stimmt. Doch al­len müs­se klar sein, dass da­mit spä­tes­tens an der Ge­mar­kungs­gren­ze Schluss sei. Des­halb wä­re es drin­gend ge­bo­ten, die in­ner­ört­li­chen, frei­en Grund­stü­cke zu be­bau­en oder aus dem Be­bau­ungs­plan her­aus­zu­neh­men, denn es kön­ne nicht sein, dass für „fik­ti­ve En­kel“Grund­stü­cke vor­ge­hal­ten wür­den. Die be­tref­fen­den Grund­stü­cke soll­ten in ei­ner an­ge­mes­se­nen Frist auch be­baut wer­den oder aus dem Flä­chen­nut­zungs­plan her­aus­ge­nom­men wer­den. An­de­rer­seits soll­te man hei­li­ge Kü­he, die man mel­ken kann, nicht schlach­ten. Aber es müs­se der Grund­satz gel­ten, dass je­de Ge­ne­ra­ti­on selbst für die Res­sour­cen be­zahlt, die sie ver­braucht und dies nicht auf fol­gen­de Ge­ne­ra­tio­nen ver­schiebt. Die Auf­ga­ben der In­te­gra­ti­on neh­me die Stadt ernst, wie auch die Ein­rich­tung ei­ner Voll­zeit­stel­le für die In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­te zei­ge.

Wer­ner Hess (SPD): „Ein er­folg­rei­ches Jahr 2016 geht zu En­de, vie­le Din­ge konn­ten über das Jahr rea­li­siert wer­den, der Haus­halt zeigt den Spiel­raum un­se­rer Fi­nan­zen.“Durch Pflicht- und Kern­auf­ga­ben blei­be nicht viel üb­rig für In­ves­ti­tio­nen. Für jun­ge Fa­mi­li­en und Bür­ger, die in Neu­en­bürg bau­en wol­len, soll­te die Stadt die Buch­ber­ger­wei­te­rung und die Er­wei­te­rung des Ge­wer­be­ge­biets schleu­nigst vor­an­trei­ben. Das Stadt­kern­sa­nie­rungs­pro­gramm lau­fe, auch mit vie­len klei­nen Schrit­ten kön­ne man die In­nen­stadt be­le­ben. Ein­rich­tun­gen die nur we­ni­ge Bür­ger nut­zen, aber ho­he Kos­ten ver­ur­sa­chen, et­wa die Ju­gend­mu­sik­schu­le oder die Bü­che­rei soll­ten ein­zeln im Rat durch­leuch­tet wer­den. Er­halt und Er­neue­rung der städ­ti­schen Im­mo­bi­len müs­se man im Au­ge be­hal­ten und ei­nen Ein­kauf­markt im na­hen Stadt­kern un­ter­stüt­zen. „Die SPD bie­tet al­len am Rats­tisch und in der Ver­wal­tung ei­ne gu­te Zu­sam­men­ar­beit an, um an­ste­hen­de Pro­ble­me sach­lich und kon­struk­tiv zu lö­sen.“

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